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Ambulante Hilfen zur Erziehung, Berlin

Sozialpädagogische Familienhilfe ist eines der zentralen Angebote innerhalb der ambulanten Hilfen zur Erziehung. Einst in Berlin „erfunden“, wird diese Hilfe zur Erziehung seit über zehn Jahren immer weiter abgebaut, obwohl – oder weil? – der Bedarf immer weiter steigt. Der Beitrag befasst sich mit der Situation der freien Träger und ihrer MitarbeiterInnen in diesem Feld und benennt Forderungen für eine strukturelle und inhaltliche Weiterentwicklung der Arbeit.

Seit 1983, seit ich im Bereich ambulanter Hifen zur Erziehung tätig bin, fällt mir immer wieder auf, dass es für Aussenstehende schwierig zu sein scheint, die Dynamiken, Zusammenhänge und kontextuellen Bedingungen dieser Arbeit zu verstehen, geschweige denn darzustellen. Das ist ärgerlich, kann uns auch nicht egal sein, weil es natürlich wirkt, wenn immer wieder, schlicht denkend, behauptet wird, „Erziehungshilfen“ bedeuten verpulvertes Geld. Es gibt wenige Ausnahmen, die die Regel bestätigen (z. B. Meike Dinklage, Familienhelferin – Die Frau, die Kindern eine Zukunft gibt, BRIGITTE Heft 7/2013; Julia Schaaf, Jede Familie tickt anders, FAZ 3.2.2014).

Auslöser, diesen Text zu schreiben, war das vor kurzem erschienene Buch von Tsokos / Guddat „Deutschland misshandelt seine Kinder“. An dieser Stelle schreibe ich aber nicht über das Buch, sondern über die ambulanten Hilfen zur Erziehung in Berlin, den Umgang mit ihnen und den MitarbeiterInnen, die sie durchführen.

Im Zentrum der ambulanten Erziehungshilfen steht die Familienhilfe. Sie wurde 1969 aus einer Notsituation heraus in Kreuzberg „erfunden“ und breitete sich schnell in Berlin und dem damaligen Bundesgebiet aus. Gleichzeitig stand sie von Beginn an in Berlin unter Rechtfertigungsdruck. Schon Mitte der Siebziger forderte das Abgeordnetenhaus Rechenschaft darüber, ob die Mittel für diese Hilfen denn sinnvoll eingesetzt seien. Das setzt sich bis heute fort. Zwischen 69 und 99, 30 Jahre lang, wurden diese Hilfen so behandelt, als ob sie von Studenten und arbeitslosen Lehren mal eben so nebenbei erledigt würden. Das Land und die Bezirke leugneten jegliche formale Beziehung zwischen den FamilienhelferInnen und sich. Entsprechend wurde nichts für eine inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung dieser Hilfen getan. 99 wurden sie dann unter dem Druck der Scheinselbständigkeits-Gesetzgebung in die Obhut von Trägern gegeben. Nicht etwa aus inhaltlichen Erwägungen, wie es richtig gewesen wäre. Dass das Land Berlin es nicht geschafft hat, die Familienhilfe aus fachlichen Gründen an freie Träger zu übergeben und entsprechend inhaltlich auszugestalten, halte ich nach wie vor für einen fatalen Geburtsfehler, der bis heute nachwirkt. Denn auch bei dieser Übergabe ging es von Anfang an nur ums Geld und nicht um fachlich-inhaltliche Weiterentwicklungen der Arbeit. Das Land Berlin und seine Bezirke befürchteten, FamilienhelferInnen könnten sich auf Grund der Schröder´schen Gesetze massenhaft einklagen, deshalb wurden die Hilfen überstürzt an Träger übertragen. Dabei musste erstmal in Kauf genommen werden, dass die Hilfen sich schlagartig erheblich verteuerten. Aber nach einer gut zweijährigen Übergangszeit, seit 2002,  arbeiten die Verantwortlichen mit Hochdruck daran, diese Teuerung zurückzudrehen – auf Kosten der Kinder und Familien, die Unterstützung brauchen, und auf Kosten der in diesem Bereich Beschäftigten.

Seit 2002 wurden allerlei Steuerungsversuche etabliert, die nur darauf abzielen, die Kosten für die ambulanten Hilfen zu senken. Am hinterhältigsten wirkt dabei der sogenannte Median, der automatisch dafür sorgt, dass die bewilligten Mittel für Hilfen zur Erziehung und für Jugendarbeit immer weiter sinken. Eine inhaltliche Weiterentwicklung von Familienhilfe hat dagegen seit über 45 Jahren nicht stattgefunden. Ebenso wurde seit Anbeginn nichts an den Finanzierungsstrukturen dieser Hilfeform verändert, die seit jeher über „Fälle“ und deren stundenweise Bezahlung laufen. Die Finanzierung der Hilfen über Fachleistungsstunden aber stellt einen absolut kontraproduktiven Rahmen für die Arbeit dar, das müsste eigentlich jedem klar sein, der auch nur ein bisschen nachdenkt. Diese Finanzierungsstruktur bringt Träger und ihre MitarbeiterInnen in eine direkte existentielle Abhängigkeit von „Fällen“. Die erscheint einem Betrachter von außen dann wahlweise als „Fallgeilheit“ oder „Geldgier“ der Träger. Um es einmal ganz klar zu sagen: Diese scheinbaren Phänomene liegen nicht im Wesen von Trägern der freien Jugendhilfe, deren Geschäftsführern oder MitarbeiterInnen begründet, sondern sind dort, wo sie denn vorkommen, eine direkte Folge der Finanzierungsstruktur der ambulanten Hilfen, für die allein die zuständigen Senatsverwaltungen verantwortlich sind. Wer diese Arbeit über „Fälle“ finanziert, muss sich nicht wundern, dass die Durchführenden Fälle brauchen, um existieren zu können. Unabhängig davon wäre es sowieso am besten, möglichst wenig „Fälle“ zu produzieren und stattdessen ein – ausreichend finanziertes! – Netz von ambulant-aufsuchenden Unterstützungsangeboten zu schaffen, die Eltern und Kinder im Vorfeld von Hilfen zur Erziehung niedrigschwellig erreichen. Dafür gibt es durchaus Vorschläge.

Wolfgang Hinte wollte die Fallabhängigkeit der Träger mit seinem Konzept von „Sozialraumorientierung“ durchbrechen. In Berlin ist dieses Konzept seit seiner Einführung vor rund zehn Jahren ein Torso geblieben. Die Jugendämter haben sich sozialräumlich umstrukturiert und auf verschiedenen Ebenen findet mehr Vernetzung und Zusammenarbeit statt. Die Arbeitsmethode „Sozialraumorientierung“ aber, die u. a. eine Auflösung von Versäulungen der Hilfen und ganz andere Herangehensweisen, ausserhalb von Hilfen zur Erziehung, bewirken sollte, ist auf der Strecke geblieben, hatte auch nie eine Chance. Denn es fehlt schlicht die Grundlage des Ganzen, die Budgetierung der Mittel, die die Träger aus ihrer Fallabhängigkeit lösen und so andere Arbeitsansätze erst ermöglichen würde. Sollte sie in sechs, sieben, acht, zehn (?) Jahren, wenn der Steglitzer Modellversuch ausgewertet sein wird, doch noch kommen, wird sie lediglich als ein weiteres Instrument zum Sparen eingesetzt werden, da wette ich schon jetzt drauf. Es sei denn, bis dahin findet ein Bewusstseinswandel statt… Ich habe Wolfgang Hinte in den ersten Jahren dieses Jahrtausends sechs- oder siebenmal gehört. In jedem dieser Vorträge betonte er einen Satz ganz besonders: „Wer sparen will, soll die Finger von Sozialraumorientierung lassen!“

Die jetzige Finanzierungsstruktur bringt Träger und Ihre MitarbeiterInnen in eine paradoxe und absurde Situation. Seit es erklärtes Ziel von Jugendhilfe ist, möglichst wenig Hilfen zur Erziehung zu möglichst geringen Kosten einzusetzen, und die Träger möglichst viele möglichst billige Projekte durchführen sollen, die HzE vermeiden helfen, die damit sich und ihre MitarbeiterInnen im Idealfall also selbst überflüssig machen, seit das also so ist, könnte man die Qualität von Trägern und ihren MitarbeiterInnen paradoxerweise daran messen, wieweit sie in der Lage sind, gegen ihre eigenen ökonomischen Interessen zu handeln.

Seit zwölf Jahren findet in Berlin bei den ambulanten Hilfen zur Erziehung eine Sparorgie statt, auf Kosten von Kindern, Familien und MitarbeiterInnen der Jugendhilfe, während an anderer Stelle Milliarden in größenwahnsinnige Projekte gesteckt werden, man kann es nicht oft genug wiederholen. 

Das begann im März 2002 mit dem Beschluss des Rates der Bürgermeister, Familienhilfen sollten statt i. d. R. zwölf nur noch acht Wochenstunden beinhalten, setzte sich fort mit Sarrazins Kürzung der Mittel für Hilfen zur Erziehung von 450 auf 290 Mio./Jahr und hört nicht auf damit, dass niemand diesen unsäglichen Median abschafft, obwohl alle wissen, dass er die Hilfen irgendwann endgültig in den Abgrund reissen wird.

Zu Beginn des Jahres 2002 hatte eine durchschnittliche Familienhilfe i. d. R. zwölf Wochenstunden und dauerte meist eineinhalb Jahre. Das ergab ca. 828 Stunden insgesamt. Heute sind es noch ca. sechs Wochenstunden (manchmal auch nur noch vier oder drei!) bei einem Jahr Laufzeit. Das ergibt 276 Stunden, exakt noch ein Drittel der Stunden vor zwölf Jahren, Tendenz weiter abnehmend, dem Median sei Dank! Die Probleme der Kinder und Familien, mit denen FamilienhelferInnen arbeiten, sind in diesen zwölf Jahren dagegen diametral angewachsen.

Für die FamilienhelferInnen hat das dramatische Konsequenzen: Reichten ihnen vor zwölf Jahren noch drei Hilfen, um von ihnen leben zu können (Das ist wichtig, denn auch für SozialarbeiterInnen gelten bestimmte ökonomische Gesetze, z. B. dass man von einer Arbeit leben können muss, um sie zu machen), müssen sie heute innerhalb einer vollen Stelle sechs, acht, manchmal zehn Hilfen übernehmen. Das bedeutet bis zu 20 Kliententermine in der Woche mit vollster Intensität und vollster Anspannung, mit einem ständigen Umswitchen von einer Familie auf die nächste, nicht etwa hinter einem schützenden Schreibtisch, mit „Kunden“, die zu einem kommen, sondern mitten im Leben der KlientInnen. Und, nebenbei bemerkt, es bedeutet erheblich mehr Fahrzeit als früher, die immer noch nicht bezahlt wird.

Viele FamilienhelferInnen beklagen sich darüber, dass sie nur noch technokratisch Ziele abarbeiten können. Sozialarbeit aber bedeutet Beziehungsarbeit, das gilt besonders für Familienhilfen. Genau dafür ist jedoch keine Zeit mehr da. Das heißt, der Aufbau einer Beziehung mit einem Klienten, die erst die Basis für die Arbeit bilden würde, die das Vertrauen im Klienten schafft, Ziele ernsthaft anzugehen, ist nicht mehr möglich. Damit fällt oft die Grundlage für eine Nachhaltigkeit von Struktur- und Verhaltensänderungen weg.

Ein Vorgehen mit interessanter zirkulärer Methodik: Man spart die Familienhilfen immer weiter systematisch kaputt, um gleichzeitig zu behaupten, sie seien sinnlos verschwendetes Geld. Die Behauptung liefert den Vorwand, weiter zu sparen, etc.

Seit zwölf Jahren ist ständig die Rede von Steuerung und Entwicklung von Hilfen zur Erziehung. Der unbedarfte Leser denkt dabei an sinnvolle Planung, Ausbau und inhaltliche Weiterentwicklung. Gemeint ist so ziemlich das Gegenteil: Reduzierung, Sparkurs, Bürokratisierung, Abbau. Der Diskurs der Fachöffentlichkeit dreht sich seit geraumer Zeit nur noch um Begriffe wie Finanzcontrolling, Tiefenprüfung, Zumessungs- und Bemessungszahlen, Kostenvergleiche, Wirkungsevaluation, Zielvereinbarungen, Kennzahlen, Transferausgaben, Ausgabenentwicklung, Median, Preismanagement. Diese Begriffe haben nichts mit Inhalten zu tun, sondern benennen Versuche der Steuerung, die alle zum Ziel haben, die Kosten für Hilfen zur Erziehung möglichst weit zu drücken. Man kann sich dem Eindruck nicht entziehen, dass Thilo Sarrazin komplett gewonnen hat.

Familienhilfe gehört zu den schwersten und anspruchvollsten Tätigkeiten, die ein Sozialarbeiter ausüben kann. Sie ist wirkungsvoll, insofern natürlich kein verschwendetes Geld, aber sie könnte viel wirkungsvoller sein, wenn nach über 45 Jahren endlich Strukturen verändert und Inhalte weiterentwickelt würden. Solange das nicht geschieht, wird tatsächlich Geld verschwendet.

Was müsste verändert werden? An vorderster Stelle steht die sofortige Abschaffung des Median als Steuerungsinstrument, bevor er die Hilfen komplett gegen die Wand fährt.

An zweiter Stelle steht das Zurückschrauben der Bürokratie, die sich in den letzten Jahren immer mehr in der Jugendhilfe ausbreitet und immer mehr Zeit von der eigentlichen Tätigkeit abzieht, der Arbeit mit den Familien und dem Schutz von Kindern. Ein frommer Wunsch, ich weiss, aber ich möchte ihn trotzdem mal aussprechen. Alle wollen angeblich Bürokratie eindämmen oder abschaffen - wir haben die ambulante Pflege als abschreckendes Beispiel vor Augen - trotzdem passiert überall das Gegenteil. Welche Funktion diese anschwellende Bürokratie im Rahmen der Jugendhilfe hat, welche Wirkungen sie zeitigt, was sie mit den Beteiligten macht - mit denen, die immer mehr Formulare ausfüllen müssen, und mit denen, die sie über sich ausfüllen lassen müssen, darüber kann man einen eigenen längeren Artikel schreiben.

Letztlich entspringt solche Bürokratie der Vorstellung, man könne durch Formulare, Dokumentationen, statistische Erhebungen etc. menschliches Verhalten und die Dynamik gesellschaftlicher Entwicklungen unter Kontrolle bringen. Mit diesem bürokratischen Denken hat auch die von Tsokos / Guddat bestaunte Paradoxie zu tun, dass manchmal Kinder in von der Jugendhilfe betreuten Familien sterben, alle Beteiligten aber hinterher beteuern, sie hätten alles richtig gemacht – denn es wurde ja immer alles ordnungsgemäß in Formularen kategorisiert und Dokumentationen niedergelegt (!). Formulare sollen Nachdenken und Engagement ersetzen – das klappt nicht. Man braucht ein solches Surrogat dann, wenn man gleichzeitig die Arbeitsbedingungen der in der Jugendhilfe Tätigen so verschlechtert , sie so überlastet und überfordert, dass ihre Lust, sich zu engagieren und nachzudenken, merklich nachläßt.

Meine Forderungen nach Veränderungen im Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung richten sich auf folgende Punkte:

  1. Es muss eine Finanzierungsstruktur her, die die Träger und ihre MitarbeiterInnen aus der Abhängigkeit von "Fällen" und im Einzelfall bewilligten Stundenzahlen befreit, weil diese Abhängigkeit fachlich kontraproduktiv ist. Der Senat muss MitarbeiterInnen finanzieren, nicht die Stunden von Fällen. Neben der fachlichen Kontraproduktivität kommt hinzu, dass die Übersetzung von Fachleistungsstunden in vernünftige Arbeitsverträge schon immer problematisch war und es immer noch ist, weil es keinerlei Garantien der Jugendämter für bestimmte "Fallmengen" gibt und es diese auch schwerlich geben kann. Die Träger bewegen sich ständig im Spannungsfeld zwischen "zu wenig Fälle" und "zu wenig Personal". Viele sehen sich dadurch gezwungen, ihre Arbeitsverträge so flexibel wie möglich zu halten, was schlecht für ihre MitarbeiterInnen ist und ihnen dann bei Bedarf von der Öffentlichkeit vorgeworfen wird.

  2. Fahrzeiten müssen endlich bezahlt werden. Dadurch, dass die Familien-helferInnen heute viel mehr Familien übernehmen müssen als früher, sind diese Zeiten enorm angestiegen. Es ist schlicht ein Unding, dass das bislang von den Senatsverwaltungen völlig ausgeblendet wird.

  3. Eine fallunabhängige Bezahlung der Arbeit muss auch bei der Sozialen Gruppenarbeit wieder eingeführt werden. Nicht die belegten Plätze in einer Gruppe bzw. die Anwesenheit der TeilnehmerInnen dürfen Grundlage der Bezahlung sein, wie es zur Zeit stattfindet, sondern die Gruppe als solche. Träger, die das Angebot Soziale Gruppenarbeit machen, müssen auch hier ständig rumlavieren. Wenn eine Gruppe nicht voll mit acht TeilnehmerInnen belegt ist, sondern vielleicht nur mit sieben oder sechs, was immer wieder vorkommt, kann ein Träger sie eigentlich nicht durchführen, ansonsten zahlt er drauf. Das Gleiche gilt für die Abwesenheit von GruppenteilnehmerInnen an einzelnen Terminen. Man stelle sich vor, eine Kita würde bei Abwesenheit eines Kindes für dieses Kind an diesem Tag kein Geld bekommen! Eine absurde Vorstellung.

    Die Argumentation, die ich schon kommen höre, bei diesen Hilfen handle es sich um Individualleistungen, die deshalb auch individuell bezahlt werden müssen, so dass eben nur einzelne Plätze und wahrgenommene Termine bezahlt werden können, halte ich für komplett vorgeschoben.

  4. Die inhaltliche und organisatorische Struktur von Familienhilfen muss endlich weiterentwickelt werden. Bei der Häufung von Problemen, denen sich FamilienhelferInnen inzwischen gegenüber sehen, halte ich es nicht mehr für sinnvoll und angemessen, dass oft nur eine, seltener zwei FamilienhelferInnen in und mit Familien arbeiten, die oft unter einem Berg von Problemen zu ersticken drohen. Stattdessen finde ich es an der Zeit, diese schwierige, komplexe und sensible Arbeit in die Hände von interdisziplinären Teams zu legen, denen fest angestellte SozialpädagogInnen, Familien- und KindertherapeutInnen, eventuell ErzieherInnen angehören. Diese Teams müssen u. a. frei darüber entscheiden können, welche Anteile ambulanter Hilfen (familientherapeutische Gespräche, soziale Gruppenarbeit, Elterngruppenarbeit, sozialpädagogische Begleitung...) wann und in welchem Umfang in einem Fall eingesetzt werden. Wie das im einzelnen ausgestaltet und gestaltet werden kann, darüber muss diskutiert werden.

Wenn man nicht weiter dadurch Geld verschwenden will, dass man die Ressourcen brach liegen lässt, die in der Unterstützungsform Familienhilfe schlummern, wenn man ihre Potentiale zur Unterstützung von Familien und zum Schutz von Kindern endlich freilegen will, sollte man die angesprochenen Veränderungen schnell angehen. Kostenneutral ist das nicht zu haben.  Wir alle sollten uns dafür einsetzen, dass die Prioritäten in dieser Stadt anders gesetzt werden.

Autor
Detlef Schade
Dipl.Soziologe, Geschäftsführer Familienarbeit und Beratung e.V.
E-Mail schade@fab-ev.de

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