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Gehört der Islam zu Deutschland?

Dr. Jos Schnurer

25.06.2016

Collage von Dr. Jos Schnurer Collage von Dr. Jos Schnurer
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Die Frage ist schon falsch gestellt! Es macht keinen Sinn[1], eine Gesellschaft so ordnen zu wollen, dass sie in einen „Gottesstaat“ oder in einen „Nicht-Gottes-Staat“ organisiert werden solle. Es ist zuvorderst die „Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie innewohnenden Würde und ihrer gleichen und unveräußerlichen Rechte, die (die) Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt bildet“, wie dies unmissverständlich und eindeutig in der „globalen Ethik“ zum Ausdruck kommt[2]. Die Forderung, in einer Volksgemeinschaft eine einzige, allgemeingültige und nicht relativierbare Weltanschauung zu etablieren oder gar zu verordnen, widerspricht dem Menschenrecht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit[3]. Wer einen Glauben verordnen und als Verfassungsgrundsatz in das Rechtsgebaren eines Volkes etablieren will, begibt sich außerhalb des demokratischen und aufgeklärten Bewusstseins von der Einheit der Menschheit in Vielfalt[4]. Es ist auch das Phänomen, dass Menschen, seit sie als homo sapiens existieren, immer in Bewegung waren und sich verändert haben, intellektuell und räumlich[5]. Es kommt darauf an, die menschlichen Wertvorstellungen von Politik und Religion in eine humane Bilanz zu bringen und eine Neubestimmung von laizistischer Politik vorzunehmen. Der notwendige Paradigmenwechsel muss sich dabei in zwei Richtungen bewegen, zum einen die von Unverständnis, Misstrauen und Intoleranz geprägten Beziehungen zwischen religiösen und nichtreligiösen Personen zu überwinden, zum anderen dafür einzutreten, dass die Staaten der Erde in selbstverständlicher und grundsätzlich demokratischer Weise anerkennen und verwirklichen, die innerhalb der Gesellschaft bestehende moralische und spirituelle Diversität anzuerkennen, ermöglichen und verteidigen. Es geht darum, „die soziale Kooperation in durch Diversität gekennzeichneten Gesellschaften in der möglichen Einigung zwischen vernünftigen Bürgern über die Grundprinzipien ihrer politischen Gemeinschaft (zu) verankern“[6]. Wenn es also zum einen die Auffassung gibt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, wie dies die rechtspopulistische Partei AfD in ihr Programm schreibt, zum anderen aber auch die Forderung laut wird, dass die Scharia, das islamische Recht, Eingang in die demokratische Grundordnung eines Landes finden, oder sogar das demokratische Rechts- und Verfassungssystem ersetzen müsse[7], muss beides zurückgewiesen werden. Denn die Entscheidung, ob ich eine religiöse Weltanschauung als Grundlage meines individuellen und gesellschaftlichen Lebens betrachte oder nicht, darf nicht von Rechts- und Staats wegen verordnet werden[8]. Die existenzielle Selbstvergewisserung, die sich sowohl im philosophischen „Ego ergo sum“, ich denke, also bin ich[9], als auch im alltäglichen „Credo ergo sum“, ich glaube, also bin ich[10] ausdrückt, entlässt den Menschen nicht aus der selbstverantwortlichen Verpflichtung, selbst zu denken, und nicht andere für sich denken zu lassen[11]. Bei den Aufgeregtheiten, Panikvorstellungen und Provokationen bleibt vielfach auf der Strecke, dass Menschen es ihren Verstand schulden, auch weltanschauliche Vorstellungen als menschen- und nicht gottgemacht zu erkennen[12]. Im menschlichen Denken wird diese Herausforderung als Aufklärung verstanden, sich nämlich aus der selbstverschuldeten und eingeredeten Unmündigkeit zu befreien[13]. So ist Religionskritik nicht etwa Blasphemie und Todsünde, sondern Notwendigkeit zur Selbstbestimmung und Identität. Glaubenskritik ist Gesellschaftskritik[14], denn die Auseinandersetzung mit scheinbaren und tatsächlichen Glaubenswahrheiter bedeutet nicht, den Menschen ihren Glauben absprechen zu wollen, sondern sie fähig zu machen, in ihrer individuellen und gesellschaftlichen Existenz ein gutes, gelingendes Leben anzustreben und dies jedem Menschen zu ermöglichen. Diese lebensweltliche Haltung bedeutet dann auch, den eigenen Glauben so zu leben, dass Friedfertigkeit, Gerechtigkeit, Toleranz und Aufgeklärtheit die Stützen für Humanität sind[15]. Ein Blick auf die zunehmenden Tendenzen, dass Muslime, als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie als Gläubige sich damit auseinander setzen, dass die „heiligen Schriften“ des Korans und der Überlieferungen nicht zeitlos und damit nicht interpretierbar sind, nicht einem Denkverbot, Zwang und Unterordnung der Gläubigen unterliegen, sondern als Denk-Herausforderung erkannt werden sollten, dass göttliche Offenbarungen für die lebenden Menschen und ihr existentielles und kulturelles Dasein gemacht sind: „Für uns Muslime ist das heute eine existentielle Frage, da viele Aussagen des Korans nicht mit dem übereinstimmen, was wir für uns als Werte akzeptieren – zumindest dann, wenn sie uninterpretiert bleiben“[16]. Mit den folgenden Annotationen soll auf (subjektiv) ausgewählte, überwiegend in (Fach-)Internet-Rezensionsdienst www.socialnet.de besprochene neuere Literatur aufmerksam gemacht werden, mit dem Ziel, den unseriösen, ideologischen und menschenfeindlichen Parolen, Schlagwörtern und rassistischen Aktionen das seriöse, ehrliche und reformbestimmte Bemühen entgegen zu setzen und damit die Kompetenz zu fördern, human zu denken und zu handeln![17]

Sinnlichkeit - Freiheitsraum oder Gefängnis?

Über Sinnfragen haben Philosophen, Anthropologen, Psychologen, Pädagogen und Theologen immer wieder nachgedacht. Und sie sind, je nach zeitlichen, kulturellen, weltanschaulichen, individuellen und kollektiven Wirklichkeiten, natürlich zu unterschiedlichen Auffassungen und Interpretationen gelangt. Es sind existenzphilosophische und anthropologische Fragestellungen, die insbesondere bei den Ethnografen und Psychoanalytikern auf ein besonderes Interesse stoßen, nicht zuletzt bei der Frage, wie Sinnlichkeit, Emotionalität und Subjektivität auf religiöses Denken und Handeln Einfluss haben. Die Grazer Ethnologinnen Lydia Maria Arantes und Elisa Rieger geben einen Sammelband heraus, in dem in einem interdisziplinären Dialog der Blick auf die Feststellung gelenkt wird, dass physische und psychische Sinne nicht ohne die kulturellen Wahrnehmungen zu denken sind: „Die Sinne sind blind ohne die Wegweisungen des kollektiven Gedächtnisses, sie sind stumm ohne das Erzählen, taub ohne die Erfahrung, die materielle Wahrnehmungen zu Alltagspraxen formt“[18].

Toleranz...

und Empathie, das sind Tugenden, die ermöglichen, dass die Menschheit human zusammen leben kann. Wo sie fehlen, herrschen Unverstand, Fundamentalismus, Radikalismus, Populismus, Hass und Rassismus[19]. Angst, wie Hass sind narzisstische Gefühle, die Menschen in ihrem Menschsein blockieren, das stellt die US-amerikanische Psychologin Martha Nussbaum fest. Es sind immer Ausdrucksweisen und Haltungen, die davon zeugen, dass sich Individuen ihrer selbst nicht sicher sind und deshalb ihre Unsicherheit auf andere projizieren. Um aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen, braucht es Gewissheiten, Aufklärung und ein Selbstbewusstsein, das sich in dem Wunsch äußern könnte: „Lass mich Ich sein, damit du Du sein kannst“. Angelehnt an die sokratische Aufforderung, dass Menschen, wollen sie friedlich und gerecht miteinander in der EINEN WELT leben, ein „selbsterforschtes Leben“ führen sollten. Wie dies aussehen könne, darüber reflektiert Martha Nussbaum über Sokrates hinaus – und hinein in unsere reale Welt. Mit ihrem hoffnungsbestimmtem Denken sieht sie nicht im Dialogabbruch, sondern in der Dialogbereitschaft die Chance, inhumanes Denken und Handeln zwar nicht aus der Welt schaffen, jedoch unwirksam gegen Menschenfeindlichkeit machen zu können; und zwar mit der Überzeugung, dass Gerechtigkeit Liebe braucht[20], und die Fähigkeit, in der allen Menschen zustehenden Würde die unverzichtbare und nicht relativierbare Grundlage für menschliches Dasein zu erkennen[21].

Differenzerfahrung irritiert die eigenen kulturellen und religiösen Anschauungen

Der wissenschaftliche Diskurs über die interkulturelle Entwicklung und Interkulturalitätsphänomene wird mittlerweile eher selbstverständlich als interdisziplinäre, denn fachspezifische Herausforderung verstanden. Das hat zur Folge, dass der soziologische und sozialwissenschaftliche Begriff von „Fremdheit“ sich in verschiedenen Formen artikuliert: „Das Vertraute und das Fremde“ als Spannungsfeld, der „Umgang mit Heterogenität“ als Kommunikations- und Integrationsaufforderung, „Vielfalt der Lebensformen“ als Weltbild. Es sind der Umgang mit Differenzerfahrungen und der (geforderte) Schritt hin zum Fremdverstehen, der die interkulturelle Auseinandersetzung und Begegnung zum irritierenden Erlebnis werden lässt, bei dem „das vormals Selbstverständliche plötzlich mit neuen und anderen Perspektiven konfrontiert wird“. Es ist die Frage, wie der vielfach geforderte Perspektivenwechsel vollzogen werden kann, als Stabilisator und erweitertes Bild der individuellen und kulturellen Identität. Sylke Bartmann vom Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule in Emden/Leer und Oliver Immel vom Institut für Sozialwissenschaften und Philosophie der Universität Vechta greifen als Herausgeberteam die interdisziplinäre Diskussion um „Differenzerfahrung und Fremdverstehen“ auf, um „zur Erhellung des Übergangs von der Differenzerfahrung zum Fremdverstehen im Interkulturalitätsdiskurs“ beizutragen und damit einen Beitrag zur Interkulturalitätsforschung zu leisten. „In der Konfrontation mit einer Pluralität von Weltdeutungen scheint das Vertraute der eigenen Lebenswelt dem Fremden der Lebensformen und kulturellen Weltdeutungen in einer Weise gegenüberzustehen, die auf allen Ebenen des sozialen Lebens Differenzerfahrungen entstehen lässt“. Individuelle und gesellschaftliche Differenzerfahrung zeigt sich insbesondere im Umgang mit den Fremden, sich anders als im Selbstbild spiegelnden Darstellenden, als wertende Andersartigkeit[22].

Kommunikation als Selbst- und Fremd-Identität

Sich selbst erkennen heißt mit anderen Menschen kommunizieren können, und zwar weder vom erhöhten Podest von Höherwertigkeitsvorstellungen, noch in gebeugter Position. Es ist der „aufrechte Gang“, der den Menschen zum Menschen macht[23], weil Verständigung mit Verstehen zu tun hat. Wenn Menschen in einer gemeinsam verständlichen Sprache miteinander reden, ist noch längst nicht garantiert, dass sie sich auch verstehen; diese vertrackte Wegbeschreibung für eine gelingende Kommunikation hat etwas damit zu tun, dass in einem Dialog eine Übereinkunft herrschen muss, worüber man redet und welches Weltbild und welche Weltanschauung die Individuen, die miteinander reden, vertreten: „Der Versuch, mit jemandem zu kommunizieren, der ein anderes Weltbild benutzt als man selbst, und sich dessen nicht bewusst zu sein, kann nur Verwirrung auslösen“[24]. Eine wesentliche, weitere Voraussetzung gehört dazu, soll Kommunikation gelingen: Die Akzeptanz und Anerkennung der Meinung des anderen, die wir mit den Begriffen der aristotelischen Tugenden, wie Anerkennung der Würde und der Gleichheit eines jeden Menschen, der Akzeptanz der Vernunftkompetenz, der Toleranz, der Friedfertigkeit, Vertrauensfähigkeit und des Gerechtigkeitssinns, bezeichnen. In der Vorurteilsforschung wird deutlich, dass es nicht darum gehen kann, Vorurteile per se zu verdammen oder gar ausmerzen zu wollen; vielmehr kommt es darauf an zu erkennen, dass es Vorurteile gibt, und die komplexe Typologie von Vorurteilen und Stereotypen zu verdeutlichen; denn „Vorurteile sind das Produkt einer bestehenden Gesellschaft“[25]. Die Eugen Biser Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, den interreligiösen und interkulturellen Dialog zu fördern. Ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit ist es, zur Verständigung zwischen Christen und Muslimen beizutragen. Die Herausgabe des „Lexikons des Dialogs“ ist eine bemerkenswerte und verdienstvolle Aktivität zur Förderung des inter- und transkulturellen Dialogs zwischen Angehörigen von Weltreligionen. Es werden mehr als dreihundert Grundbegriffe in einem dialogischen Prozess aus christlicher und muslimischer Sicht diskutiert und damit grundlegende, interkulturelle und gesellschaftsbezogene Aspekte übereinstimmend und kontrovers vorgestellt[26].

So (auch) wird Islam in Deutschland gelebt

Mehr als vier Millionen Muslime leben in Deutschland, als ehemalige Gastarbeiter, als Flüchtlinge und Asylbewerber und in der zweiten und dritten Generation der Eingewanderten als Eingesessene und deutsche Staatsbürger. Sie praktizieren mehr oder weniger ihren Glauben und sehen im Islam entweder eine Weltanschauung, die sie ererbt oder bewusst erworben haben. Sie wollen sich sowohl an die kulturellen und zivilisatorischen Grundlagen der Mehrheitsgesellschaft anpassen, wie auch in Distanz und Konfrontation zu ihnen treten. Beide Richtungen werden gefördert von institutionalisierten und/oder widerständigen, ideologisierten Einrichtungen.[27] Die Rede soll hier nicht sein von salafistischen und fundamentalistischen Aktivitäten, die in Deutschland einen „Gottesstaat“ einrichten möchten und die verfassungsgemäße, demokratische und freiheitliche Grundordnung in Deutschland ablehnen und abschaffen wollen (sie werden mittlerweile vom Verfassungsschutz beobachtet), sondern von Moscheegemeinden, Vereinen, Begegnungsstätten und Runden Tischen, die sich zum Ziel gesetzt haben, mit Dialog und Kennen lernen ein gleichberechtigtes und friedliches, gesellschaftliches Miteinander zu ermöglichen. Die Soziologie der Justus-Liebig-Universität in Gießen, Theresa Beilschmidt, untersucht in ihrer Forschungsarbeit das Gemeindeleben und die sozio-religiösen Praktiken von Mitgliedern in lokalen Moscheegemeinden und die Einflüsse, die der Dachverbandes der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V.(DITIB) hinsichtlich ihres Gemeindelebens und ihrer Glaubensausübung ausübt. Aus der Studie lassen sich Erkenntnisse und Herausforderungen in mehrfacher Hinsicht gewinnen: Da ist die zwar nicht neue, aber im interreligiösen und interkulturellen Diskurs in Deutschland eher vernachlässigte Einsicht, dass sich der überwiegende Teil der in den DITIB-Moscheegemeinden organisierten Gläubigen sowohl als türkische als auch deutsche Staatsbürger empfinden, was für die Integrationsbemühungen in die Mehrheitsgesellschaft Konsequenzen haben sollte. In gleicher Weise orientieren sich die DITIB-Mitglieder an den kulturellen und mentalen, deutschen und türkischen Grundsätzen, was in jedem Fall gegen Bestrebungen zur Assimilation spricht. Da sind die zivilgesellschaftlichen Herausforderungen, dass der interreligiöse und interkulturelle Dialog auf Augenhöhe und gleichberechtigt stattfinden sollte; was in jedem Fall Ansprüche zur Durchsetzung von Formen der „Leitkultur“ zurückweist. Es geht um den Anspruch in einer pluralistischen und offenen Einwanderungsgesellschaft, auch islamische Religionsgemeinschaften als Körperschaften des öffentlichen Rechts anzuerkennen. Grundlage und Zielperspektive ist, den „Islam als ‚normal‘ und nicht mehr als Fremdkörper“ im individuellen Alltag und im gesellschaftlichen Leben anzuerkennen. Mit der Forschungsarbeit verweist die Autorin auch auf weitere Perspektiven und Klärungsbedarf, die in der Studie nicht oder nicht ausreichend thematisiert werden; wie etwa das Herausfinden von weltanschaulichen Gemeinsamkeiten, die ein interreligiöses und interkulturelles Zusammenfinden der Menschen in der deutschen Gesellschaft befördern können; wie auch die notwendige Klärung über Unterschiede bei der Identitätsentwicklung und bei religiösen Praxen[28]. Marie-Hélène Gutberlet, Sissy Helff (Hrsg.): Die Kunst der Migration. Aktuelle Positionen zum europäisch-afrikanischen Diskurs, Material - Gestaltung - Kritik. transcript (Bielefeld) 2011. 364 Seiten, Reihe: Kultur- und Medientheorie.

Künstlerische und kreative Lebensäußerung im Wandlungs- und Veränderungsprozess der Migration

Wenn Menschen mobil sind, werden auch Dinge, Objekte und Ideen in Bewegung gesetzt, so die Erfahrung, wenn Migration nicht nur unter den Aspekten von Flucht, Vertreibung und Machtvollzug diskutiert, sondern als Chance für individuelle und gesellschaftliche Entwicklungs- und Veränderungsprozesse verstanden wird[29]. Die Thematik „Migration“ hat in der Forschung wie im gesellschaftlichen Diskurs einen Stellenwert, der nicht selten und in unterschiedlichem Maße von subjektiven Meinungen, Emotionen, Ideologien und Höherwertigkeitsvorstellungen denn von einer rationalen und objektiven Bewertung bestimmt ist. Integrationspolitik und Identitätsbildung klaffen oft genug auseinander im Nichtverstehen(wollen) oder (-können). Die Erwartungen und Forderungen der jeweiligen Mehrheitsgesellschaft an die Menschen, die als Migrantinnen und Migranten ankommen und aufgenommen werden wollen, unterscheiden sich mehr von einander als sie sich annähern[30]. Öffnet sich dieser Blick hin zum kreativen und künstlerischen Schaffen der Menschen, tun sich ungeahnte Weiten und Perspektiven auf. Die Kunst-, Medien- und Literaturwissenschaftlerinnen von der Goethe-Universität in Frankfurt/M., Marie-Hélène Gutberlet und Sissy Helff, vermitteln „Einblicke in transnational sowie trans- und interkulturell argumentierende Arbeitsweisen“, die den Zugang zu Migrationsthemen erleichtern und deutlich machen, dass eine wissenschaftliche und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Migration ethische, ästhetische und interkulturelle Perspektiven aufzeigt und den lokalen und globalen Diskurs bereichert[31].

Ist Deutschland ein Einwanderungsland?

Es schien so, dass endlich der parteipolitische und gesellschaftliche Streit um die Frage, ob Deutschland ein Land wäre, das offen sei für Menschen, die einwandern wollten, beendet sei. Die Feststellung – Deutschland ist ein Einwanderungsland – wird freilich durch fremdenfeindliche, rassistische, rechtsradikale, populistische, ethno-ideologische und egoistische Tendenzen in Deutschland, wie auch in anderen europäischen Ländern, in Frage gestellt. Der in Münster ansässige Verein „Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung“ (ESE) hat sich schon mehrfach zu Wort gemeldet, wenn es um die Frage geht, wie es gelingen kann, ein Bewusstsein bei Kindern und Erwachsenen zu entwickeln, dass wir Menschen in Einer Welt leben und es deshalb notwendig ist, im Alltags- wie im gesellschaftlichen Leben interkulturell kompetent zu denken und zu handeln. Wennman davon ausgehen kann, dass Ethnologen professionell „den Menschen aufs Maul schauen“ und durch das Beschauen des alltäglichen Tuns Eindrücke vermitteln können, wie Menschen in bestimmten Lebenssituationen denken und handeln, dürfte eine Betrachtung interessant sein, wie Integration aus ethnologischer Sicht gelingen kann. Interkulturelle Kompetenz erwerben, das ist eine herausragende, notwendige und sinnstiftende Herausforderung, wie wir Menschen in der sich immer interdependenter, entgrenzender und (scheinbar) egozentrisch sich entwickelnden (Einen?) Welt friedlich und gerecht, also human miteinander umgehen sollen. Das Einwanderungsland Deutschland ist darauf bisher nur unzureichend vorbereitet. Es bedarf also einer interdisziplinären Zusammenarbeit, bei der – auf Augenhöhe – alle relevanten, für Aufklärung, Bildung und Erziehung geforderten Kräfte sich zu einem Netzwerk der „Willigen“ zusammen finden. Ethnologinnen und Ethnologen sind dabei wichtige Partner![32].

Mehr Gemeinsames als Unterschiedliches

Die Auseinandersetzungen um Begriffe, Wertezuordnungen und Positionsbestimmungen wirken beinahe pathologisch, betrachtet man die Bemühungen, über Fremde und Fremdes in Deutschland[33] nachzudenken und Meinungen zu artikulieren, über „Ur-Deutsche“ und „Deutsche mit Migrationshintergrund“, über „Leit“- und „Fremd“-Kultur, mit Parolen wie „Das Boot ist voll“ und den untauglichen und menschenverachtenden Aktivitäten, wieder um die eigenen, nationalen Territorien Zäune und Mauern zu errichten. Weil Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Ethnozentrismus, Höherwertigkeitsvorstellungen und Populismen nicht mit den gleichen Argumenten verhindert werden können, bedarf es eines gleichberechtigten und fairen Diskurses, mit den „Eingesessenen“ und den „Zugewanderten“, wie ein gutes, gelingendes Leben für alle Menschen in der Gesellschaft und im globalen Maßstab möglich wird. Hilfreich sind dafür Lebensgeschichten, erinnerte, vielleicht sogar euphorisierte oder auch fatalistische Erzählungen, die Lebenswege bestimmen können. Der 1968 in Siegen als Sohn türkischer Gastarbeiter geborene Mehmet Gürcan Daimagüler kann als Vorzeige- und Paradebeispiel für jemand gelten, der erfolgreich Deutscher wurde: Er absolvierte erfolgreich die Schule, studierte Jura, VWL und Philosophie in Bonn, Kiel, Witten-Herdecke, Harvard und Yale; er wurde als »World Fellow« der Yale University und als »Littauer Fellow« der Harvard University ausgezeichnet; er war Mitglied des Bundesvorstandes der FDP (die er 2007 verließ), Berater der Boston Consulting Group, wurde 2005 vom „World Economic Forum“ in Davos zum „Young Global Leader“ gekürt und ist als erfolgreicher Rechtsanwalt und Strategieberater in Berlin tätig. Eine Bilderbuchkarriere, die sich mancher „Ur“-Deutscher wünschte. In seinem Buch, für das er den Titel eines heute sentimental anmutenden alten Volksliedes wählt -  „Kein schöner Land in dieser Zeit“ –  schildert er, wie er geworden ist, was und wie er ist. Es sind Erinnerungen und Reflexionen , die über die Wirklichkeiten von Ankommen, Integration, Gelingen, aber auch Scheitern und Stoppstraßen-Schildern erzählen. Es bleibt die Überzeugung: „Es geht nur mit absoluter Ehrlichkeit“, und seine Erfahrungen – „Deutschland ist eine schwierige Heimat“ – sind nicht geprägt von Enttäuschungen und Pessimismus, sondern von der Überzeugung, dass „die eigene Identität und die Identität einer ganzen Gruppe zwei grundverschiedene Dinge sind“, was ja nichts anderes bedeutet als die Anerkennung der Würde eines jeden einzelnen Menschen[34].

Migration – Ein dramatischer Prozess des Wandels

Es ist die kulturelle Vielfalt, die in der sich immer interdependenter und entgrenzender sich entwickelnden (Einen?) Welt Wanderungsbewegungen bewirkt und neue Dimensionen der Existenz der Menschheit aufzeigt. Das European Union National Institutes for Culture (EUNIC) in Berlin tritt für die europäischen Werte ein und will durch eine intensive Zusammenarbeit und Vernetzung der europäischen Kulturinstitute auf die kulturelle Vielfalt Europas innerhalb und außerhalb der EU aufmerksam machen. EUNIG gibt alljährlich einen themenbezogenen Kulturreport heraus. Das siebte Jahrbuch widmet sich dem Thema „Kultur und Migration“. Rund 30 Autorinnen und Autoren nehmen Bezug zu der europäischen und weltweiten Migrationsentwicklung Die Fragen - : „Wie geht eine Gesellschaft mit diesem Wandel um?“ – „Wie können wir die Akzeptanz von Einwanderern und Flüchtlingen in der Bevölkerung erhöhen?“ – „Wie kann kulturelle Vielfalt zum Vorteil der Herkunfts- und Zielländer, aber auch der Migranten genutzt werden?“- sind Bestandteil des interkulturellen und interdisziplinären Diskurses. Der EUNIC-Jahresbericht 2014/2015 bietet eine Vielzahl von Informationen, Diskussionen und Perspektiven an, wie es gelingen kann, die Phänomene der Migration in Theorie und Praxis als gemeinsame, individuelle und institutionelle Herausforderung bewusst und wirksam werden zu lassen[35].

Migrationspolitik

Am Institut für Sozialforschung an der Universität Marburg, hat von 2009 bis 2013 eine interdisziplinäre Forschergruppe das „Staatsprojekt Europa“ bearbeitet. In mehreren Forschungsvorhaben und Analysen ging es darum, Alternativen zur (ver-)schleppenden, zögerlichen, neoliberalen und hegemonialen Arbeitsmigrationspolitik in Europa anzubieten und die Entstehung und Entwicklung der europäischen Grenzschutzagentur Frontex kritisch zu betrachten. Mit dem Titel „Kämpfe um Migrationspolitik“ wird darauf hingewiesen, dass die Auseinandersetzungen über Grundlagen, Konzepte und Zielsetzungen zu Migrationsfragen und –kontrollen  in Europa umstritten sind. „Krise und kein Ende“, so titelt die Forschungsgruppe „Staatsprojekt Europa“ die Entwicklung in der europäischen Integrations- und Migrationspolitik. Die Diskrepanz wird deutlich: Während auf der einen Seite im europäischen Integrationsprozess ein „inkrementalistisches (Zuwachs-, J.S.) Voranschreiten des Staatsprojekts Europa“ zu verzeichnen ist, verdeutlicht sich andererseits, dass die Hegemonien innerhalb der einzelnen Staaten Initiativen für eine europäische Migrationspolitik und ein Migrationsmanagement ausbremsen: „Die Migrationspolitik ist ein Kampfterrain mit eigenen Logiken“. Für das von der Forschungsgruppe entwickelte Forschungsverfahren der historisch-materialistischen Politikanalyse (HMPA) jedoch beansprucht das Forscherteam eine Analyse- und Anwendungsmöglichkeit, die über Migrationspolitik hinaus geht und auf Klima-, Gesundheits-, Währungs- und Sozialpolitik anwendbar ist[36].

Fazit

Ob der Mensch ein religiöses Lebewesen ist, der bedingt oder unbedingt daran glaubt, dass es im Existentiellen des Menschseins eine seine Fassungskraft übersteigende, nicht zu begründende und beweisbare Macht gibt, der er unabdingbar ausgeliefert ist und sich diesem Phänomen unterzuordnen habe, oder ob diese Leugnung als ein Zustand seiner Aufklärung und Selbstbefreiung verstanden werden kann, darüber gibt es theologische, teleologische, telepathische, theistische und atheistische Auffassungen und Kontroversen[37]. Diese Auseinandersetzungen haben zu Krieg und Frieden in der Menschheitsgeschichte geführt. Sie haben Menschen beruhigt und beunruhigt, sicher und unsicher gemacht, und tun es bis heute. Sicher sollte sein, dass Religion weder per ex kathedra, noch per ordre Mufti verordnet werden kann und darf, sondern immer in der individuellen und intellektuellen Entscheidung des Menschen liegen muss. Die Freiheit, einen Glauben zu haben und ihn zu praktizieren, oder Religion abzulehnen, ist ein Menschenrecht, und es muss als allgemeinbildender Wert in der Bildung und Erziehung der Menschen grundgelegt sein[38]. Daran darf weder gerüttelt, noch darf dieses Freiheitsrecht relativiert werden. So zeigt sich auch in den neueren, wissenschaftlichen Diskursen über den Islam, dass Religion ein Fluch ist, wenn sich die Allmacht einer Weltanschauung gegen  Menschlichkeit, Humanität und Freiheit des Menschen richtet; Religion hingegen ist ein Segen, wenn sie für Humanität und Selbstbestimmung eintritt und als eine Chance verstanden werden kann, Religiosität als ein interreligiöses Phänomen für ein friedliches, gerechtes, solidarisches und humanes Zusammenleben aller Menschen auf der Erde zu betrachten und weiter zu entwickeln! Damit Migration und Mobilität von Menschen nicht Zumutung im Sinne von Ablehnung und Nichtakzeptanz wird, sondern Anmutung und Verantwortung sein kann, braucht es die Erkenntnis, dass Wanderungsbewegungen von Menschen gesellschaftliche Normalzustände und nicht unüberwindliche Herausforderungen sind und Chancen für Eingesessene und Eingewanderte bringen können.[39]. Es sind Brücken, nicht Mauern, Zäune, Vorurteile und Unmenschlichkeit notwendig, um Verstehen, Verständnis, Zusammengehörigkeit und Solidarität zu schaffen[40].

Autor
Dr. Jos Schnurer
Ehemaliger Lehrbeauftragter an der Universität Hildesheim
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[2]
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[3]
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[5]
Leo Lucassen / Jan Lucassen, Gewinner und Verlierer. Fünf Jahrhunderte Immigration - eine nüchterne Bilanz, 2014., http://www.socialnet.de/rezensionen/17239.php; sowie: Jochen Oltmer, Globale Migration. Geschichte und Gegenwart, 2012, http://www.socialnet.de/rezensionen/14206.php
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Jocelyn Maclure / Charles Taylor, Laizität und Gewissensfreiheit, 2011, http://www.socialnet.de/rezensionen/12786.php
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Klaus Hummel / Michail Logvinov, Hrsg., Gefährliche Nähe. Salafismus und Dschihadismus in Deutschland, 2014, http://www.socialnet.de/rezensionen/17750.php
[8]
Der Glaube an den Glauben, 5. 11. 2013, http://www.socialnet.de/materialien/162.php; ders., Theismus oder Atheismus?,  17.2.2016, http://www.sozial.de/ (Schnurers Beiträge)
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Martha Craven Nussbaum, Politische Emotionen. Warum Liebe für Gerechtigkeit wichtig ist, 2014, http://www.socialnet.de/rezensionen/17720.php
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Martha Nussbaum, Die neue religiöse Intoleranz. Ein Ausweg aus der Politik der Angst, 2014, http://www.socialnet.de/rezensionen/18020.php; sowie: Angst isst Seele auf, 25.08.2015, www.sozial.de/ <Schnurers Beiträge>
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Tilman Jens, Der Sündenfall des Rechtsstaats. Eine Streitschrift zum neuen Religionskampf ; aus gegebenem Anlass, 2013, http://www.socialnet.de/rezensionen/15401.php
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Rudolf Leiprecht /& Anja Steinbach , Hrsg., Schule in der Migrationsgesellschaft. Bd. I: Grundlagen - Differenzlinien - Fachdidaktiken. Bd. II: Sprache - Rassismus – Professionalität, 2015, http://www.socialnet.de/rezensionen/19219.php
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Niklas Reese / Judith Welkmann, Hrsg., Das Echo der Migration. Wie Auslandsmigration die Gesellschaften im globalen Süden verändert, 2010, http://www.socialnet.de/rezensionen/10775.php
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Werner Schiffauer / Meryem Uçan / Susanne Schwalgin / Neslihan Kurt, Schule, Moschee, Elternhaus. Eine ethnologische Intervention, 2015, http://www.socialnet.de/rezensionen20047.php

Aktuelle Rezension

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Heribert Prantl: Was ein Einzelner vermag. Süddeutsche Zeitung Edition (München) 2016. 240 Seiten. ISBN 978-3-86497-352-9.
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