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		<title>Sozial.de – Aktuelle Nachrichten</title>
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		<lastBuildDate>Wed, 16 May 2012 17:32:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Risikomanagement ist nicht (nur) der Blick in den Rückspiegel! - Ein Tagungsbericht -</title>
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			<description>Das Thema „Risikomanagement“ gewinnt im Bereich sozialer Organisationen seit Jahren an Bedeutung. Dies resultiert einerseits aus der auch öffentlich und medial geführten Kinderschutzdebatte zur „Qualität“ der Jugendämter sowie neueren gesetzlichen Regelungen wie dem Bundeskinderschutzgesetz. Andererseits ist „Risikohandeln“ seit jeher ein systemimmanenter Bestandteil der Arbeit in den...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Thema „Risikomanagement“ gewinnt im Bereich sozialer Organisationen seit Jahren an Bedeutung. Dies resultiert einerseits aus der auch öffentlich und medial geführten Kinderschutzdebatte zur „Qualität“ der Jugendämter sowie neueren gesetzlichen Regelungen wie dem Bundeskinderschutzgesetz. Andererseits ist „Risikohandeln“ seit jeher ein systemimmanenter Bestandteil der Arbeit in den Jugendämtern und insbesondere im ASD. In einem so komplexen, von Unwägbarkeiten und Ungewissheit geprägten Feld wie der Jugendhilfe sind Risiken niemals vollständig auszuschalten. Durch ein „Risikomanagement“ könnten Risiken und Fehler im Handeln der Fachkräfte jedoch reduziert werden. Risikomanagement im Jugendamt bezieht sich immer auf die gesamte Organisationsstruktur und -kultur des Jugendamtes mit allen Verantwortungsebenen. 
Anliegen der Tagung „Risiken - Fehler - Krisen. Risikomanagement im Jugendamt als Führungsaufgabe“ war es daher, einen fachlichen Diskurs und Erfahrungsaustausch darüber anzuregen, wie alltagstaugliche Fehleranalysen zur Verfahrensoptimierung und Prozesssteuerung in Jugendämtern aussehen sollten und welches Verständnis von Risikomanagement Leitungskräfte in Jugendämtern haben. Die Tagung wurde von der Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik am 18./19. April 2012 in Berlin veranstaltet und von Dr. Siegfried Haller, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Bildung der Stadt Leipzig, moderiert.
<h3>Nach dem Tod von Chantal fingen die Uhren anders an zu ticken</h3>
Christel Lühmann, Regionalleiterin im Fachamt Jugend- und Familienhilfe in Hamburg-Wandsbek, und Roland Schmitz, Kinderschutzkoordinator im Fachamt Jugend- und Familienhilfe in Hamburg-Nord, berichteten über ihre Erfahrungen beim Aufbau eines Risikomanagements in Hamburg. Der Auftrag dazu erfolgte, nachdem in den vergangenen Jahren Kinder in Hamburg zu Tode gekommen waren. Die Auswertung dieser Fälle fand auf verschiedenen Betrachtungsebenen statt, im Fokus stand dabei vor allem die Organisationskultur. Einige der Leitsätze waren: Wer im Kinderschutz arbeitet, hat eine verantwortungsvolle Aufgabe. Eine positive Grundhaltung ist unabdingbar. Und: Kinderschutzfehler werden nicht mit Absicht gemacht. Eine regelmäßige Analyse von Fallverläufen sei wichtig, um aus Fehlern zu lernen und diese zukünftig zu vermeiden. Hierfür brauche es aber in der Organisation eine Kultur der Fehlerfreundlichkeit und -akzeptanz. Es dürfe nicht sein, dass ein Jugendamt nicht zugeben darf, wir haben hier leider ein totes Kind, weil sich nicht an Standards gehalten wurde. Dann tritt ein, dass durch „die Presse die Fahrstühle belagert werden“, um an Informationen zu kommen, während „das Amt“ Prüfaufträge erteilt und eine „Innenrevision“ vornimmt. Was nützt ein Risikomanagement, das zwar auf eine Stärkung der individuellen Handlungssicherheit der Fachkraft abzielt, aber nicht in der Praxis greift. Nicht die Absicherung der Organisation, sondern die Fehleranalyse müsse im Vordergrund stehen. Dies liege in der Verantwortung der Leitungskräfte und schließt die Entwicklung einer Führungskultur im Kinderschutz ein. Der Nutzen für die Organisation liegt darüber hinaus darin, Impulse für strukturelle Veränderungen zu geben, z.B. für Kooperationsvereinbarungen, für Kommunikation in verschiedenen Hierarchieebenen und für eine regelmäßige Überprüfung der fachlichen Instrumente. Die Kultur innerhalb der Organisation wird so aktiv gepflegt, führt zu einer erhöhten Achtsamkeit sowie einem Klima, in der über Fehler gesprochen werden darf. 
Als Herausforderungen für Führungskräfte in diesem Kontext wurden u.a. folgende Aspekte benannt: 
<ul><li>Achtung und Wertschätzung der Arbeit im Kinderschutz,</li><li>das Risiko als Bestandteil der täglichen Arbeit akzeptieren,</li><li>Kultur der Fehlerakzeptanz leben und verteidigen,</li><li>Entwicklung eines Leitbildes im Kinderschutz,</li><li>Gemeinsames Verständnis entwickeln und gemeinsam die Verantwortung tragen,</li><li>Führungskultur im Kinderschutz entwickeln, Personalfürsorge und Mitarbeiterschutz,</li><li>Kontinuierliche Qualifizierung als fachlicher Standard.</li></ul>
<h3>Risikomanagement ist nicht nur der Blick in den Rückspiegel</h3>
Kann die Jugendhilfe von der Medizin lernen, Erfahrungen und Methoden der Medizin nutzen? Hierzu referierte Sarah Klenk, Mitarbeiterin der Geschäftsstelle Qualitätsmanagement der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH in Berlin. In der Medizin als intensiver personenbezogener Dienstleistung wird selbstverständlicher über Risiken und Fehler gesprochen als in der Kinder- und Jugendhilfe. In Krankenhäusern gebe es oft „unerwünschte Ereignisse“, bei jedem zehnten Patienten resultiere aus der Behandlung eine Schadensfolge, von denen etwa 50% vermeidbar gewesen wären. Die Ursache dieser Fehler sei vielfältig und liege u.a. im Kommunikations- und Informationsverhalten des Personals, der geteilten Zuständigkeiten und Hierarchien. Gemeinsam aus Fehlern zu lernen und Fehlerquellen zu begegnen sei gerade deshalb eine wichtige Grundhaltung, denn am Ende sitzen alle im gleichen Boot …
Welche Instrumente gibt es nun im Krankenhausmanagement, Fehler möglichst zu vermeiden? Sehr interessant war die Vorstellung des Critical Incident Reporting Systems (CIRS), dem Anonymen Beinahe-Fehler-Meldesystem. Hierfür existiert ein Formular im Internet des Krankenhauses, das Aufschluss über „Fast-Fehler“ gibt und deren Auswertung mit den Mitarbeiter/innen in Fallanalyse-Gesprächen hilft, Fehlverhalten vorzubeugen. Darüber hinaus sind weitere Instrumente zur Risikoidentifikation eine externe Qualitätssicherung, eine Routine-Patientenbefragung, ein Beschwerdemanagement sowie die Analyse besonderer Vorkommnisse. Neben krankenhausspezifischen Instrumenten zur Risikobewältigung (z.B. die Einführung von Patientenarmbändern zur Vermeidung von Verwechslungen) wurden z.B. interne Audits, d.h. die gegenseitige Betrachtung und Analyse von Strukturen und Prozessen auf kollegialer Ebene, als internes Qualitätsüberwachungsinstrument eingeführt. Dies habe sich sehr bewährt. Risikomanagement sei nicht nur der Blick in den Rückspiegel. 
<h3>Auch sozialpädagogische Fachkräfte und ihre Organisationen können Fehler machen …</h3>
Prof. Dr. Christian Schrapper, Erziehungswissenschaftler an der Universität Koblenz-Landau, stellte in seinem Fachvortrag Befunde und Ergebnisse bisheriger Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekte zu Fehleranalysen und zum Risikomanagement im Jugendamt vor. Er sagte, die Praxis müsse sich darüber verständigen, was Fehler und Risiken in der sozialen Arbeit sind und was Qualitäts- und Erfolgskriterien, anhand derer ableitbar ist, was gute (Kinderschutz)Praxis bedeutet. Nur dann könne die Praxis aus Fehlern lernen, sei Kinderschutz kein Blindflug. Hier bestehe ein Manko. Seiner Meinung nach gibt es für keinen der problematischen Fälle, in denen Kinder zu Tode gekommen sind, eine öffentlich publizierte Analyse. Aber auch dies gehöre zu einem lernorientierten Fehlermanagement und helfe Organisationsversagen zukünftig zu reduzieren. Das Erkennen auch „schwacher Signale“ sei wichtig und müsse gelernt werden. Daher plädierte Prof. Schrapper für eine „Kultur der Achtsamkeit“. Sie schütze zwar nicht vor Fehlern, aber vor deren Eskalation. Allerdings sei es für strukturell und personell überlastete Dienste schwerer, diese schwachen Signale auch wahrzunehmen. Was einmal gut gehe, könne das nächste Mal total schief gehen. Die Jugendhilfe müsse lernen, das Unerwartete zu managen. 
Ein Weg könne sein, von Organisationen zu lernen, die in hochriskanten Umgebungen ihre Arbeitsprozesse mit sehr geringer Fehlertoleranz gestalten müssen (Flugzeugträger, Atomkraftwerke …), und aufmerksamer gegenüber unbeabsichtigten Folgen und Nebenwirkungen ihrer Entscheidungen und Handlungen zu werden. 
Eine seiner Empfehlungen an die Praxis war, Risikomuster herauszuarbeiten, statt Fehler zu suchen, die abgestellt werden sollen. Als Beispiele für „Risikomuster“ nannte er: 
<ul><li>Versuche, den Kontakt und die Hilfebeziehung zu den Eltern nicht zu sehr zu gefährden bzw. zu erhalten mit dem Risiko, die Kinder dabei „aus dem Blick“ zu verlieren;</li><li>Versuche, die Arbeitsbelastung zu begrenzen bzw. Sicherheit als Fachkraft zu gewährleisten mit dem Risiko, es nicht „so genau wissen zu wollen“;</li><li>Versuche der Organisation, ihre Logik „erfolgreicher“ Fallbearbeitung durchzusetzen, die die schon benannten Risiken erhöhen, statt entgegenzuwirken;</li><li>Versuche, fundierte Diagnosen und notwendige Reflexionen zu vermeiden, da diese Zeit erfordern und verunsichern, mit dem Risiko, nicht durchzublicken und zu verstehen.</li></ul>
Nur wenn „die“ Praxis (Leitungen, Fachkräfte, betroffene Eltern und Kinder) wesentlich diese Reflexionsprozesse tragen und gestalten kann, können sie gelingen.
<h3>Absicherung der Fachkräfte darf nicht vor dem Schutz des Kindes stehen</h3>
Die Ausführungen zum Hamburger Risikomanagement, zum Klinischen Risikomanagement von Vivantes, ebenso die Forschungs- und Praxisbefunde boten viel Diskussionsstoff für die nachfolgenden Rundtisch-Gespräche. In diesen Tischgesprächen tauschten sich die Leitungskräfte über die Führungsaufgaben und Risikomanagementkonzepte im Jugendamt aus. Thematisiert wurden u.a. der Rechtfertigungsdruck gegenüber Öffentlichkeit und Politik, der damit verbundene Drang nach Absicherung des eigenen Handelns sowie die latente Angst vor Fehlern. Dies dürfe nicht dazu führen, dass das Risikomanagement zur Gefahrenabwehr „missbraucht“ wird und das Kind aus dem Blick gerät. Zu den wichtigen Führungsaufgaben gehöre, die Einhaltung und Anwendung von (Qualitäts-)Standards, Rahmenvorgaben, Verfahren etc. zu kontrollieren und diese zu steuern. 
<h3>Ein Blick in die Zukunft der Organisation Jugendamt</h3>
Nach dem interdisziplinären Tagungsauftakt ging es am Folgetag um die Frage: Wie verändern die Entwicklungen im Kinderschutz und das Bundeskinderschutzgesetz die Organisation Jugendamt? Hierzu führten Prof. Dr. Reinhart Wolff, Leiter des Bundesmodellprojekts „Aus Fehlern lernen“ vom Kronberger Kreis für Dialogische Qualitätsentwicklung e.V., und Prof. Dr. Kay Biesel, Mitarbeiter am Institut Kinder- und Jugendhilfe an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel, ein dialogisches Gespräch zu folgenden zentralen Fragen:
<ul><li>Welche Entwicklungen im Kinderschutz in den letzten Jahrzehnten waren wesentlich? </li><li>Sind wir in der Praxis des Kinderschutzes, speziell im Jugendamt, auf Risikomanagement als Führungsaufgabe und Fachpraxis wirklich angewiesen? Oder handelt es sich bei dieser Entwicklung eher um ein Modethema der Kinder- und Jugendhilfe?</li><li>Welches Qualitäts- und Risikomanagementverständnis liegt dem Bundeskinderschutzgesetz zu Grunde? War ein solches Gesetz notwendig, um Qualitätsentwicklung und Risikomanagement in der Organisation Jugendamt „hoffähig“ zu machen?</li><li>Wie sieht das best case scenario eines Risikomanagements aus?</li></ul>
Dieser gemeinsame Blick in die Zukunft des Jugendamtes und wie Kinderschutz zukünftig gestaltet werden sollte, war außerordentlich spannend. Wie kann demokratischer Kinderschutz gelebt werden? Was ist postmoderner Kinderschutz in der Risikogesellschaft? Was sind Systemziele im Kinderschutz, verbindend über alle Professionen? Nachzulesen ist dieser Dialog in der Dokumentation zur Tagung. An dieser Stelle sollen zunächst nur einige interessante Aspekte genannt werden: Die Familie wird als Feld „entdeckt“, in dem Kinder scheitern können, aber die „Stimme der Kinder“ (und Geschwister) kommt in Kinderschutzprojekten nicht vor. Nicht nur die Gefahren für die Kinder stehen heute in der Öffentlichkeit, sondern auch die Fachkräfte. Es findet eine Risikoverlagerung weg von den Familien hin zu den Professionen statt. Das größte Risiko, was wir zu bearbeiten haben und das den größten Schaden verursacht, ist der Fachkräftemangel. Das Jugendamt muss eine lernende Organisation werden, seine Leitorientierungen im Kinderschutz haben sich verändert. Prämissen heute sind u.a.: „Vom Kind aus denken“, „Prävention vor Intervention“, „Beteiligung der Kinder“ und „allen Kindern die gleichen Startchancen zu gewähren“. Mit den enorm gestiegenen Ansprüchen ändern sich auch die Risikomanagementansätze: Risiken und Fehler sind im Kinderschutz nur gemeinsam in Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Professionen zu bewältigen. Das Jugendamt sollte daher als Teil einer „multiprofessionellen Netzwerkorganisation“ verstanden werden, das ein proaktives Qualitäts- und Personalmanagement mit integriertem Risiko- und Fehlermanagement unter Einbezug der Klientinnen und Klienten hat und eine „generative Kultur“ pflegt. D.h., Risiken und Fehler werden aktiv gesucht und diese führen zu organisationalen Veränderungen. Entsprechend lautet heute die Leitmaxime für ein Risikomanagement im Kinderschutz: „Aus Fehlern lernen, damit aus Fehlern Erfolge werden können“. Das Bundeskinderschutzgesetz biete hierfür einen sehr guten Rahmen. 
<h3>Risiken erfolgreich managen, aber wie?</h3>
Die Tagungsteilnehmer/innen diskutierten hierzu in Arbeitsgruppen folgende Best-Practice-Beispiele:
<ul><li>„Gefährdungsmeldungs-Sofort-Dienst“ des Jugendamtes der Stadt Köln,</li><li>„Kontrollhilfen“ des Amtes für Jugend und Familie – Senioren der Stadt Fulda,</li><li>„Risikomanagement bei Fallübergang an einen Freien Träger“ des Jugendamts Hannover,</li><li>„Die Gefährdungsmeldung nach § 8a SGB VIII als Organisationsherausforderung“ des Amtes für Jugend und Familie des Landkreises Eichstätt und</li><li>„Fallgeschichten-Workshop“ des Stadtjugendamtes Stuttgart.</li></ul>
Letzterer zum Beispiel findet in Stuttgart bei den Fachkräften in der öffentlichen und freien Jugendhilfe eine große Resonanz. Präsentiert werden neue Konzepte aus verschiedenen Bereichen und immer(!) Fälle dazu ausführlich besprochen. Oliver Herweg, Jugendhilfeplaner im Jugendamt Stuttgart, erklärte, dass dieser Fallgeschichten-Workshop einen mehrfachen Nutzen habe: Er fördert den kollegialen Austausch untereinander, betont die gemeinsame Verantwortung und bringt stadtweit wichtige Themen wie Kinderschutz auf die Agenda. Der einzelne Teilnehmende habe so einen individuellen Lerngewinn, diesen gebe es aber auch auf Organisationsebene. 
<h3>Tagungsresümee aus Sicht einer am Kinderschutz interessierten Journalistin</h3>
Caroline Fetscher, Journalistin beim Berliner „Tagesspiegel“, gab am Ende der Tagung im Plenum sehr eindrucksvoll ihre subjektiven Eindrücke und Gedanken zum Diskussionsverlauf der Fachtagung wieder. Aus ihrer Perspektive gehört die Arbeit der Leiter/innen von Jugendämtern und Sozialen Diensten zu den schwierigsten sozialen Aufgaben, die es gibt. Gebraucht werde ein hohes Maß an professioneller Differenzierung bei ununterbrochener Neuorientierung, denn jeder „Fall“ liegt nun einmal anders. Deshalb verdient diese Arbeit besondere Wertschätzung, erfährt sie aber zu wenig. Zur Arbeit in schwierigen, tendenziell unkooperativen Milieus und Kontexten komme ihrer Meinung nach noch die Frustration hinzu, dass die Öffentlichkeit gute Praxis eher ignoriert, misslungene aber sanktioniert und sogar ins Scheinwerferlicht holt. 
Sollen die Jugendämter aber für ihre risikoreiche und belastende Arbeit mehr Unterstützung in der Gesellschaft erhalten, müsste sich auch etwas am Umgang der Medien mit den Ämtern und am Umgang der Ämter mit den Medien ändern.
<blockquote>„Wenn ich von Ihnen als Leiter von Jugendämtern einen Satz höre wie „Wir sind nun mal die Sündenböcke, damit müssen wir eben leben“, finde ich das traurig, bestürzend, und, wenn ich ehrlich bin, nicht hinnehmbar. Würde man sich damit tatsächlich abfinden, würde das bedeuten, dass man sich bewusst und hinnehmend im Opferstatus aufhält<a name="_GoBack"></a> und einen dysfunktionalen Diskurs mitträgt, anstatt proaktiv nach einer Änderung zu suchen. Aber der Satz, fürchte ich, ist Teil des Symptoms, das einem auf einer solchen Konferenz begegnet. Er gehört zur Gegenwart, ich würde mir, als Journalistin, Staatsbürgerin und Kinderschützerin wünschen, dass er bald zur Vergangenheit gehört. Kein Amt kann, glaube ich, mit dem Grund-Lebensgefühl existieren, dass es im Zweifel der „Sündenbock“ ist. (…) Stellen Sie sich vor, Sie würden mit einer Familie, einer Mutter, einem Kind arbeiten, wo einfach gesagt wird: „Ich bin halt immer der Sündenbock, das ist nun mal so.“&nbsp; Sie würden das sofort als ein pathogenes Merkmal erkennen, an dessen Veränderung Sie mit Ihren Klienten arbeiten wollten. Soll das für Sie selbst nicht erst recht gelten? Wir müssen doch eigentlich, um etwas Gesundes zu bewirken, selber halbwegs gesund sein.“ (…) 
Die Kinder haben Sie gerufen, wenn man so will. Und Sie haben darauf gehört. Es sollte nicht so sein, dass unter dem Geschrei der Öffentlichkeit und unter amtsinternen Zeitdruck dieser Ruf übertönt wird.“ </blockquote>
Besser kann man es nicht sagen.
Autorinnen<br /><strong>Maja Arlt und Kerstin Landua</strong><br /> Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik<br /> Kontakt: <link arlt@difu.de>arlt@difu.de</link>, <link landua@difu.de>landua@difu.de</link> ]]></content:encoded>
			<category>Allgemeine Nachricht</category>
			<category>Kinder- und Jugendhilfe</category>
			
			Maja Arlt und Kerstin Landua
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:32:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vital in Deutschland (vid) lobt den VitalPokal 2012 für das beste Ehrenamtsprojekt in NRW aus</title>
			<link>http://sozial.de/index.php?id=14&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=25267&#38;cHash=1848d7c427902d60f23a5bfa9b938eba</link>
			<description>Die gemeinnützig ausgerichtete Initiative der Deutschen Post, „Vital in Deutschland“ (vid), lädt alle, die ehrenamtliche Projekte von und für ältere Menschen aus Nordrhein-Westfalen durchgeführt haben, herzlich ein, an dem Wettbewerb teilzunehmen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die gemeinnützig ausgerichtete Initiative der Deutschen Post, „Vital  in Deutschland“ (vid), lädt alle, die ehrenamtliche Projekte von und für  ältere Menschen aus Nordrhein-Westfalen durchgeführt haben, herzlich  ein, an dem Wettbewerb &quot;VitalPokal für Engagement NRW II 2012&quot;  teilzunehmen. Ziel des Wettbewerbs ist es, dem ehrenamtlichen Engagement  mit dem Wettbewerb mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Den ersten drei  Projekten stiftet der Generali Zukunftsfonds eine Geldspende von  insgesamt 4.000 Euro.
Interessenten können sich unter <link http://www.vitalindeutschland.de>www.vitalindeutschland.de</link>  mit ihrem ehrenamtlichen Projekt bewerben. Die Bewerbungsphase beginnt  am 16. und endet am 31. Mai 2012. In der Abstimmungsphase vom 05. bis  26. Juni 2012 können die Besucher der Website ihre Stimme für die  Projekte abgeben, welche ihrer Meinung nach gefördert werden sollen.
Bereits jeder Dritte in Deutschland engagiert sich ehrenamtlich. Die  Hauptmotive für das freiwillige Engagement sind vor allem der Wunsch  nach gesellschaftlicher Mitgestaltung, soziale Kontakte zu knüpfen,  anderen Menschen zu helfen und vor allem Spaß zu haben. Das Interesse am  Gemeinschaftswohl und dabei besonders am Wohl der älteren Menschen hat  in NRW deutlich zugenommen. Jedoch wünschen sich die gemeinnützigen  Organisationen in NRW schon seit längerem mehr finanzielle  Unterstützung, um ihre Projekte durchzuführen.
Deswegen engagiert sich die Deutsche Post in diesem Bereich und bietet älteren Menschen mit <link http://www.vitalindeutschland.de>www.vitalindeutschland.de</link>  ein Rechercheportal, auf dem lokale Angebote und Vergünstigungen für  ältere Bürgerinnen und Bürger einfacher zugänglich gemacht werden – ohne  mühsame Suche im stetig wachsenden Onlineangebot. In den Bereichen  Bildung, Bürgerservice, Ehrenamt, Freizeit, Kultur, Reisen, Sport und  Wohnen finden Interessierte aktuelle Angebote, die speziell auf die  ältere Zielgruppe zugeschnitten sind. Alles, was das Leben für ältere  Menschen in ihrer Umgebung attraktiver und abwechslungsreicher macht,  können Besucher mit wenigen Klicks abrufen.
Dieses Angebot ist einzigartig und sowohl für die Nutzer als auch für  die Kommunen kostenlos. Die gemeinnützig ausgerichtete Initiative  handelt nach dem Leitbild „Lokal und Sozial“ und unterstützt Kommunen  und Mitmenschen, die sich im Interesse des Gemeinwohls in ihrer Region  engagieren möchten.]]></content:encoded>
			<category>Wettbewerb</category>
			<category>Ausschreibung Fördermittel</category>
			<category>Allgemeine Nachricht</category>
			<category>Sozialarbeit allgemein</category>
			<category>Meldung Dritter</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:28:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>AWO: Bildungschancen für Kinder werden weiter verbessert</title>
			<link>http://sozial.de/index.php?id=14&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=25266&#38;cHash=8911504a2e0cb82278e9e79b50f48538</link>
			<description>Erste Elternbegleiter zertifiziert</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eltern wünschen sich gute und faire Bildungschancen für ihre Kinder.  In den Debatten um Bildung und Erziehung wird immer wieder übersehen,  dass Familien manchmal Unterstützung benötigen, um ihre Kinder auf dem  Bildungsweg zu begleiten und zu stärken. „Wir als Arbeiterwohlfahrt sind  deshalb froh, dass von nun an Elternbegleiter zur Verfügung stehen“, so  der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler anlässlich der ersten  Übergabe von Zertifikaten an Fachkräfte, die ihre Weiterbildung zur  Elternbegleitung abschließen konnten. „Sie können in  Mehrgenerationenhäusern, Bürgerzentren, Kindertagesstätten und  Familienbildungseinrichtungen tätig werden, dort neue Projekte anstoßen  und neue Arbeitsweisen initiieren, um Familien zu stärken und  Bildungschancen von Kindern zu verbessern“, zeigt Stadler sich erfreut. 
Im Rahmen des&nbsp; Bundesprogramms &quot;Elternchance ist Kinderchance –  Elternbegleitung der Bildungsverläufe der Kinder“ bildet die AWO im  Trägerkonsortium gemeinsam mit anderen Verbänden Elternbegleiter aus.  Die Frauen und Männer sind erfahrene Fachkräfte der Familienbildung, die  sich in der Weiterqualifizierung zum Elternbegleiter zusätzliche  Kompetenzen aneignen zu Themen wie „Bildung und Bindung in der Familie“,  „Dialogische Zusammenarbeit mit sozial benachteiligten Eltern“ oder  „Bildungsangebote im Sozialraum - für Familien mit und ohne  Migrationshintergrund“. „Neben dem inhaltlichen Fokus auf Fragen zur  Bildung steht der wertschätzende Blick auf Familien im Mittelpunkt der  Weiterqualifizierung“, betont Stadler. Denn: „Eine anerkennende und  achtsame Haltung allen Eltern gegenüber eröffnet eine neue Sicht auf die  Zusammenarbeit mit Familien.“ ]]></content:encoded>
			<category>Allgemeine Nachricht</category>
			<category>Kinder- und Jugendhilfe</category>
			<category>Meldung Dritter</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:24:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Richtigstellung: Missbrauchsbeauftragter der Bundesregierung hat keinen Maßnahmenkatalog zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche aufgestellt</title>
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			<description>In den letzten Tagen wurde auf Grund einer Meldung in der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) vom 12.05.2012 („Keine Facebook-Kontakte zwischen Lehrern und Schülern“) bundesweit darüber berichtet, dass der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, einen konkreten Maßnahmenkatalog zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[In den letzten Tagen wurde auf Grund einer Meldung in der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) vom 12.05.2012 („Keine Facebook-Kontakte zwischen Lehrern und Schülern“) bundesweit darüber berichtet, dass der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, einen konkreten Maßnahmenkatalog zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt erstellt habe, der jetzt Gegenstand von Vereinbarungen mit rund 20 Dachorganisationen sei.
<h3>Richtigstellung:</h3>
<ol><li> In den bereits geschlossenen Vereinbarungen zur Umsetzung der Empfehlungen des Run-den Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“ zwischen dem Unabhängigen Beauftragten und den Dachorganisationen verpflichten sich die Unterzeichnenden, innerhalb ihrer jeweiligen Organisationsstruktur von der Bundesebene bis auf die konkrete Ebene vor Ort Verbindlichkeit für die Umsetzung und Anwendung von Schutzkonzepten herzustellen. Dazu bedarf es im Hinblick auf die jeweils unterschiedlichen Organisationsstrukturen weiterer Entscheidungen und Beschlussfassungen der vielfältigen Untergliederungen der Dachorganisationen.</li><li>Die Vereinbarungen mit Dachorganisationen enthalten keinen konkreten Maßnahmenkatalog. Ziel der Vereinbarungen ist es, dass Einrichtungen vor Ort, unterstützt durch die Dachorganisationen, konkrete Maßnahmen (z.B. ein Verhaltenskodex, Risikoanalyse, Fortbildungen für die Fachkräfte oder ein Notfallplan bei Vorliegen eines Verdachts) selbst entwickeln und anwenden.</li><li>Die Dachorganisationen erklären außerdem ihre konkrete Unterstützung des Unabhängigen Beauftragten bei der Durchführung von zwei bundesweiten Befragungen zu Schutzkonzepten in Einrichtungen, die in den Jahren 2012 und 2013 durchführt werden sollen.</li><li>Der Unabhängige Beauftragte plädiert nicht für ein pauschales Facebook-Verbot zwischen Lehrern und Schülern. Im Hinblick auf die gebotene Trennung von privaten und dienstlichen Kontakten sollten Lehrer jedoch Freundschaftsanfragen von Ihnen anvertrauten jungen Menschen grundsätzlich ablehnen.</li></ol>
Erste Vereinbarungen wurden bereits mit dem DOSB, dem AWO Bundesverband e.V. und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband unterzeichnet. Sie finden die Vereinbarungen unter <link http://www.beauftragter-missbrauch.de>www.beauftragter-missbrauch.de</link> im Download-Bereich.]]></content:encoded>
			<category>Allgemeine Nachricht</category>
			<category>Kinder- und Jugendhilfe</category>
			<category>Meldung Dritter</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:19:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Männerkongress 2012: Scheiden tut weh. Elterliche Trennung aus Sicht der Väter und Kinder.</title>
			<link>http://sozial.de/index.php?id=14&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=25264&#38;cHash=beae11722075d938215176f51857c733</link>
			<description>Der Kongress bringt renommierte Wissenschaftler und Fachreferenten zusammen, die das Thema der Elterntrennung mit seinen vielfältigen Facetten und Folgen aus historischer, psychoanalytischer, soziologischer, medizinischer und juristischer Sicht darstellen werden. Die Veranstalter laden alle Interessierten zu einem spannenden Dialog ein, der die häufig auch leidvollen Folgen von Trennungen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Kongress bringt renommierte Wissenschaftler und Fachreferenten zusammen, die das Thema der Elterntrennung mit seinen vielfältigen Facetten und Folgen aus historischer, psychoanalytischer, soziologischer, medizinischer und juristischer Sicht darstellen werden. Die Veranstalter laden alle Interessierten zu einem spannenden Dialog ein, der die häufig auch leidvollen Folgen von Trennungen sichtbar machen und konstruktive Wege der Verständigung und Bewältigung eröffnen soll.
Weitere Informationen zum Programm, zu den Veranstaltern und zur Anmeldung können Sie der Kongresshomepage <link http://www.maennerkongress2012.de>www.maennerkongress2012.de&nbsp; </link>entnehmen. ]]></content:encoded>
			<category>Kinder- und Jugendhilfe</category>
			<category>Kalender</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:16:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mahnwachen „Rettungsschirm für die Pflegenden“ unter erschwerten Bedingungen, aber mit positiver Resonanz</title>
			<link>http://sozial.de/index.php?id=14&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=25263&#38;cHash=e0ddcc6ab5379ea7817a5a87b75935ac</link>
			<description>Mit schwierigen Bedingungen hatten die zahlreich erschienenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den bundesweiten Mahnwachen anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden zu kämpfen. Parallel in neun Landeshauptstädten forderte der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) am 11. und 12. Mai den „Rettungsschirm für die Pflegenden“ und wies auf die belastenden Arbeitsbedingungen der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Mit schwierigen Bedingungen hatten die zahlreich erschienenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den bundesweiten Mahnwachen anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden zu kämpfen. Parallel in neun Landeshauptstädten forderte der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) am 11. und 12. Mai den „Rettungsschirm für die Pflegenden“ und wies auf die belastenden Arbeitsbedingungen der Pflege hin. Während an einigen Standorten Aktionen rund um die Uhr nicht genehmigt worden waren, hielten die Aktivisten in Berlin neben dem Bundesgesundheitsministerium tapfer über volle 24 Stunden durch. Trotz Sturmböen, Blitz und Donner, ergiebigen Gewitterschauern und winterlichen Nachttemperaturen kämpften sie konsequent für mehr Unterstützung durch Politiker in Bund und Ländern. Mit Transparenten wie „NEIN zu einer Politik, die die Pflege vor die Wand fährt“, „Wir können nur pflegen, wenn man uns lässt“, „NEIN zu Arbeitsbedingungen, die krank machen“, „Wir wollen gut behandelt werden“ oder „NEIN zu einem System, das einen tollen Beruf ruiniert“ unterstrichen sie die Forderung nach einem Rettungsschirm, der in der Pflege viel dringender gebraucht wird als im Bankensektor. Dieser Meinung schlossen sich im Laufe der Mahnwachen viele Bürger in Gesprächen vor Ort an. „Jeder braucht Euch irgendwann, Eure Arbeit ist wichtig und wird viel zu wenig anerkannt“, so die überwiegende Einschätzung der Passanten. <br /> <br /> Zeitgleich gingen in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Schwerin, Hannover, Dresden, Wiesbaden, Stuttgart und München zehntausende von Pflegenden auf die Straße, um Politiker in Bund und Ländern in die Pflicht zu nehmen und die Bevölkerung zu informieren. Sie fordern 
<ul><li>Ein zukunftsfestes Gesundheits- und Sozialsystem. Die vorhandenen Mittel müssen so ausgegeben werden, dass eine gute, sichere Versorgung der Menschen gewährleistet wird.</li><li>Respekt und Anerkennung für die Leistung, die sie in ihrem Beruf erbringen.</li><li>Arbeitsbedingungen, die es möglich machen, diesen Beruf wieder mit Freude und Stolz und möglichst ein Leben lang auszuüben.</li><li>Mitsprache bei gesundheitspolitischen Entscheidungen.</li><li>In allen Versorgungsbereichen mehr qualifiziertes Pflegepersonal, denn kranke und pflegebedürftige Menschen haben ein Recht auf würdevolle Betreuung.</li></ul>
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke können Sie auf der Homepage <link http://www.dbfk.de>www.dbfk.de</link> nachlesen. ]]></content:encoded>
			<category>Allgemeine Nachricht</category>
			<category>Altenhilfe</category>
			<category>Gesundheitswesen</category>
			<category>Meldung Dritter</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:09:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bin ich Hase oder Igel? Veränderungsprozesse in der Behindertenhilfe gut managen</title>
			<link>http://sozial.de/index.php?id=14&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=25262&#38;cHash=687cfe07482d9e58452df5bc1fbbcd8c</link>
			<description>Wie Einrichtungen der Behindertenhilfe mit wachsenden Anforderungen und dynamischen Veränderungsprozessen umgehen können, beleuchtet eine Fachtagung im Franz Sales Haus in Essen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Unter dem&nbsp;Titel &quot;Bin ich Hase oder Igel&quot; will das Franz Sales Haus  mit namhaften Referenten die dynamischen Veränderungsprozesse in der  Behindertenhilfe&nbsp;und die damit verbundenen Anforderungen an die  Leitungskräfte und ihre Mitarbeiter beleuchten.  
Mit&nbsp;den Stichworten Verantwortung, Vertrauen und Trend geben Frau <link http://www.biathlon-bentele.de/ _blank external-link-new-window>Verena Bentele</link> Weltbehindertensportlerin des Jahres 2011, Frau <link http://www.hansedialog.de/index.html _blank external-link-new-window>Andrea Raulinat </link>Inhaberin von Hansedialog Hamburg und Herr W. Arndt Bertelsmann geschäftsführender Gesellschafter des <link http://www.wbv.de/ _blank external-link-new-window>W. Bertelsmann Verlags </link>Bielefeld wichtige Impulse für das Management dynamischer Veränderungsprozesse. 
In drei Workshops am ersten Tag und zwei weiteren am zweiten Tag  unserer Fachtagung können wesentliche Aspekte vertieft werden. Am ersten  Tag sprechen Sie mit Herrn Professor <link http://www.sowi.uni-kl.de/en/paedagogik/mitarbeiter/ _blank external-link-new-window>Rolf Arnold </link>TU Kaiserslautern&nbsp;über die Wirkung innerer Bilder von Führung, mit Herrn <link http://www.eyer.de/Das_Team/das_team.html _blank external-link-new-window>Eckhard Eyer </link>über die hierfür notwendige&nbsp;konstruktive Zusammenarbeit zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat und mit Herrn Professor <link http://www.fengler-institut.de/ _blank external-link-new-window>Jörg Fengler</link>, Fengler-Institut über Grenzen und Burn Out. 
<h3>Orientierung für Einrichtungen auf dem Weg in die Zukunft</h3>
Der entscheidende Faktor Personal wird am zweiten Tag mit Herrn <link http://www.agenturmark.de/index.php?id=354 _blank external-link-new-window>Andreas Bendig</link>  von der agentur mark unter die Lupe genommen und im parallell geführten  Workshop geht es um Praxiserfahrungen und Anforderungen mit Frau <link http://www.contec.de/ueber-uns/unser-team/959beatrix-vogt-wuchter _blank external-link-new-window>Beatrix Vogt-Wuchter </link>Organisationsberaterin der Firma Contec. 
Die Frage der Ethik schließt die Tagung und könnte genausogut am  Anfang stehen. Was leitet uns bei all diesen, bisweilen auch sehr  hektisch verlaufenden Aktivitäten? Sind ethische Werte unser Kompass  oder ein Hinderniss? Befassen wir uns ernsthaft damit, was wir verändern  wollen und was wir womöglich auch bewahren wollen? Oder sind das eher  lästige Fragen auf dem Weg in die Zukunft? Frau <link http://www.imew.de/index.php?id=184 _blank external-link-new-window>Dr. Katrin Grüber </link>vom Institut Mensch Ethik Wissenschaft IMEW Berlin gibt uns hierzu Orientierung. 
Am Abend sind Sie herzlich eingeladen zum Abendessen mit Abendprogramm und geselligem Beisammensein in unserem neu eröffneten <link http://www.hotel-franz.de/ _blank external-link-new-window>Hotel Franz </link>mit an angeschlossenem&nbsp;Tagungszentum. 
Weitere Informationen finden Sie unter <link http://www.franz-sales-haus.de/nc/franz-sales-haus/termine/newsausgabe/browse/0/article/fachtagung-bin-ich-hase-oder-igel.html?tx_ttnews[backPid]=638&tx_ttnews[calendarYear]=2012&tx_ttnews[calendarMonth]=7&tx_ttnews[mode]=1>http://www.franz-sales-haus.de</link>]]></content:encoded>
			<category>Behindertenhilfe</category>
			<category>Kalender</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Diakonie fordert, Pflegeberufe attraktiver zu gestalten</title>
			<link>http://sozial.de/index.php?id=14&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=25261&#38;cHash=80976bd253414c35e95c62e5f27a7adb</link>
			<description>Berlin, (Diakonie) Um eine gute Pflege in Senioreneinrichtungen und ambulanten Pflegediensten anbieten zu können, müssen auch zukünftig ausreichend beruflich qualifizierte Mitarbeitende für den Pflegeberuf gewonnen werden. Die Diakonie fordert daher, die Attraktivität des Pflegeberufs zu erhöhen und gleichzeitig dem Berufsausstieg ausgebildeter Pflegekräfte entgegenzuwirken.</description>
			<content:encoded><![CDATA[„Dies ist nur möglich, wenn die Pflege ausreichend und nachhaltig  finanziert wird. Altenpflege ist ein sinngebender und  verantwortungsvoller Beruf, der leistungsgerecht vergütet werden muss“,  sagt Maria Loheide, sozialpolitischer Vorstand des Diakonie  Bundesverbandes anlässlich des Internationalen Tages der Pflege am 12.  Mai. 
Um den Bedarf an qualifizierten Pflegekräften zu sichern, müssten  die Ausbildungszahlen erheblich gesteigert werden. Die personelle  Sicherung guter Pflege gehöre zu den wichtigen gesellschaftlichen  Herausforderungen. „Um dem bereits vorhandenen Fachkräftemangel entgegen  zu wirken, müssen wir die Pflegeausbildung sowie die Rahmenbedingungen  für Pflegeberufe attraktiver gestalten und den Menschen, die in der  Pflege tätig sind, die gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung  entgegenbringen, die sie verdienen“, betont Loheide. 
Nach Ansicht der Diakonie müssen vor allem die Barrieren im  Berufszugang abgebaut werden. „Wir fordern, dass das Schulgeld für die  Ausbildung in der Altenpflege nicht mehr von den Schülerinnen und  Schülern bezahlt werden muss und die Kosten für Umschulungen vollständig  von der Bundesagentur für Arbeit übernommen werden. Die seit Jahren  geführte Diskussion über eine Reform der Pflegeausbildung verunsichert  Berufsinteressenten. Sie muss zeitnah zu einer Neukonzeption der  Pflegeausbildung im Sinne einer umfassenden Generalistik mit  gesundheits-, kranken- und sozialpflegerischen Ausbildungselementen  führen“, betont Loheide.
Die Diakonie wirkt mit einer interaktiven Web 2.0-Kampagne zu  pflegerischen und sozialen Berufen selbst dem drohenden Fachkräftemangel  entgegen. Mit dem Berufsfindungsportal <link http://www.soziale-berufe.com>www.soziale-berufe.com</link> sowie im Social Web informiert die Diakonie junge Menschen über soziale und pflegerische Ausbildungen, Studiengänge und Berufe.]]></content:encoded>
			<category>Allgemeine Nachricht</category>
			<category>Altenhilfe</category>
			<category>Gesundheitswesen</category>
			<category>Meldung Dritter</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 16:09:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kultur macht stark </title>
			<link>http://sozial.de/index.php?id=14&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=25260&#38;cHash=4c3002341bbc1bee941bde92030a8753</link>
			<description>Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert außerschulische Bildungs- und Kulturangebote für benachteiligte Kinder und Jugendliche / Schavan: &quot;Bündnisse für Bildung schaffen bessere Chancen&quot; </description>
			<content:encoded><![CDATA[                     &quot;Kultur macht stark.&quot; Unter diesem Motto fördert das  Bundesministerium für Bildung und Forschung ab 2013 außerschulische  Angebote der kulturellen Bildung für benachteiligte Kinder und  Jugendliche. Gefördert werden beispielsweise Ferienfreizeiten und  Sommerakademien mit kulturellem Bezug, Musik- und Theaterinszenierungen  oder Paten- und Mentorenprogramme, bei denen junge Menschen an Kunst,  Musik, Literatur oder die neuen Medien herangeführt werden.                   
                     &quot;Gute Bildung für alle - das ist nicht allein eine  Aufgabe des Staates, sondern der ganzen Gesellschaft&quot;, sagt  Bundesbildungsministerin Annette Schavan. &quot;Wir brauchen eine breite  Bewegung für bessere Bildungschancen und werden deshalb Vereine,  Verbände und zivilgesellschaftliche Gruppen vor Ort zusammenführen. So  werden überall in Deutschland Bündnisse ins Leben gerufen, die sich um  bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche kümmern.&quot;                   
                     Im Rahmen der Förderrichtlinie &quot;Kultur macht stark.  Bündnisse für Bildung&quot; fördert das BMBF außerschulische Angebote vor  allem aus dem kulturellen Bereich. Junge Menschen werden in ihrer  Persönlichkeitsentwicklung unterstützt, ihr Selbstbewusstsein wird  gestärkt. Sie erfahren persönliche Wertschätzung und erleben, was es  bedeutet, etwas bewegen zu können und gebraucht zu werden. So werden sie  dazu ermutigt, ihr eigenes Leben selbst in die Hand zu nehmen.                   
                     Mit dem neuen Programm des BMBF wird eine weitere  Vereinbarung des Koalitionsvertrages von 2009 umgesetzt. Dieser sieht  die Förderung von lokalen Bildungsbündnissen vor, in denen sich  zivilgesellschaftliche Akteure zusammenschließen, um Kinder und  Jugendliche bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen.                   
                     Die Förderung beginnt 2013 und erstreckt sich über  einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren. 2013 stellt das BMBF dafür 30  Millionen Euro zur Verfügung. Für die Folgejahre ist eine Steigerung auf  bis zu 50 Millionen Euro geplant.                   
                     Ein lokales Bündnis für Bildung soll vor Ort aus  wenigstens drei Kooperationspartnern bestehen, die sich aus  unterschiedlicher Perspektive um junge Menschen kümmern. Dies können  beispielsweise Volkshochschulen, Bibliotheken, Chöre, Musik- und  Theatergruppen oder auch andere Vereine sein. Die Förderung der lokalen  Bündnisse für Bildung erfolgt über bundesweite Verbände und Initiativen,  die sich bis zum 31. Juli mit Konzepten um eine Beteiligung an dem  Förderprogramm bewerben können.                   
                     Ein wichtiger Partner des Programms &quot;Kultur macht  stark&quot; ist der Deutsche Kulturrat mit seinen Mitgliedsorganisationen.  Bildungsministerin Schavan begrüßte, dass der Kulturrat eine  Dialogplattform zum Thema kulturelle Bildung aufbauen will, und kündigte  an, dass das BMBF auch dieses Projekt unterstützen wird.                   
                     &quot;Mit den Bündnissen für Bildung leistet das  Bundesministerium für Bildung und Forschung einen sehr wichtigen Beitrag  zum Ausbau der Kulturellen Bildung vor Ort&quot;, so Max Fuchs, Präsident  des Deutschen Kulturrates. &quot;Auch der Deutsche Kulturrat wird sein  Engagement im Bereich der Kulturellen Bildung weiter ausbauen. Mit  unserer Dialogplattform möchten wir ein digitales wie analoges Netzwerk  der Kulturellen Bildung in Deutschland schaffen. Über die geplante  Internetseite, bei zukünftigen Veranstaltungen und Arbeitskreistreffen  sowie in der regelmäßig erscheinenden Sonderbeilage der Zeitung Politik  &amp; Kultur sollen sich Experten wie Interessierte über Themen der  Kulturellen Bildung informieren und austauschen können.&quot;                   
Weitere Informationen unter <link http://www.bmbf.de>www.bmbf.de</link> oder unter <link http://www.buendnisse-fuer-bildung.de>www.buendnisse-fuer-bildung.de</link>.]]></content:encoded>
			<category>Allgemeine Nachricht</category>
			<category>Wettbewerb</category>
			<category>Ausschreibung Fördermittel</category>
			<category>Kinder- und Jugendhilfe</category>
			<category>Meldung Dritter</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 16:02:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Hartz-IV-Unterkunftskosten in NRW auf dem Prüfstand – schnelles Handeln ist gefragt!</title>
			<link>http://sozial.de/index.php?id=14&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=25259&#38;cHash=8cb0b1bd6711f1edcd41fd16276ec0e5</link>
			<description>Die Frage der Angemessenheit von Unterkunftskosten der rund 800.000 Bezieher von Hartz IV in  Nordrhein-Westfahlen wird am 16. Mai vor dem Bundessozialgericht (BSG) verhandelt. Auf Weisung des NRW-Sozialministeriums wurden diese seit 2010 begrenzt. Das Bundessozialgericht prüft kommende Woche den Vorgang und wird die Verwaltungspraxis in NRW mit hoher Wahrscheinlichkeit für rechtswidrig erklären....</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Frage der Angemessenheit von Unterkunftskosten der rund 800.000 Bezieher von Hartz IV in  Nordrhein-Westfahlen wird am 16. Mai vor dem Bundessozialgericht (BSG) verhandelt. Auf Weisung des NRW-Sozialministeriums wurden diese seit 2010 begrenzt. Das Bundessozialgericht prüft kommende Woche den Vorgang und wird die Verwaltungspraxis in NRW mit hoher Wahrscheinlichkeit für rechtswidrig erklären. Hartz IV-Beziehende, deren Mieten seit 2010 gekürzt wurden, sollten noch vor der BSG-Entscheidung am 16. Mail einen Überprüfungsantrag stellen. Nur wer den Antrag vor der BSG-Entscheidung einreicht, erhält bei einem positiven Urteil rückwirkend Geld. In allen anderen Fällen müssen die Jobcenter erst ab der BSG-Entscheidung höhere Unter-kunftsleistungen berücksichtigen. Zur Sicherung von Ansprüchen ist schnelles Handeln jetzt nötig.
 Bei der Leistung Grundsicherung für Arbeitssuchende (Hartz IV) sind die Unterkunftskosten nur in „angemessener“ Höhe von den Jobcentern zu übernehmen. Dieser unbestimmte Rechtsbe-griff ist von den örtlichen Jobcentern durch Richtlinien zu zu konkretisieren. Die Jobcenter in NRW orientieren sich dabei an Richtlinien des Landesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS). Das BSG hat bislang entschieden, dass für die Feststellung der angemesse-nen Wohnungsgröße für Harz IV-Beziehende die jeweiligen landesrechtlichen Bestimmungen zum Wohnraumbindungsgesetz heranzuziehen seien.
 Für NRW hat das BSG im Jahr 2009 festgestellt, das für eine Person von 45 m² auszugehen ist.  Die landesrechtlichen Bestimmungen wurden in NRW zum 1.1.2010 von 45 auf 50 m² an-gehoben. Seitdem haben verschiedenste nordrhein-westfälische Sozialgerichte entschieden, dass von den um 5 m² erhöhten Wohnungsgrößen auszugehen sei. Dieser Auffassung schloss sich auch eine Kammer des Landessozialgerichts in einer Entscheidung am 16.05.2011 an.  Das zuständige Landesministerium (MAGS) empfahl den Kommunen und Kreisen jedoch, wegen zu erwartender Mehrkosten bis zur endgültigen BSG-Entscheidung an der Wohnungsgröße von 45 m² festzuhalten. Diese 5 m²-Differenz bedeuten für betroffene Harz IV-Haushalte, die seit 2010 zur Kostensenkung aufgefordert wurden, ca. 25 EUR weniger für die Grundmiete und ca. 12,50 EUR weniger für Betriebs- und Heizkosten. Da inzwischen viele Haushalte in NRW von Unterkunftskürzungen betroffen sind, kommt da eine Menge Geld zusammen.
 Am 16. Mai wird das BSG mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser Praxis der verordneten Wohn-raumbegrenzung einen Riegel vorschieben und die Angemessenheit auf die aktuellen Richtlinien zur Wohnraumförderung festschreiben.  
 „Allerdings ist im Hartz IV-Gesetz für den Fall einer richtungsweisenden BSG-Entscheidung eine Besonderheit vorgesehen“ erläutert Harald Thomé, Vorsitzender von Tacheles e.V. „Nach einem höchstgerichtlichen Richterspruch bekommen betroffene Hartz IV-Bezieher rückwirkend keine Leistungen erstattet. Das ist nur der Fall, wenn sie vor der Entscheidung Rechtsmittel eingelegt haben.“ Im Klartext bedeutet das, bis zur BSG-Entscheidung am 16. Mai muss gegen aktuelle Bescheide ein Überprüfungsantrag eingelegt werden, nur so sind rückwirkend Ansprüche zu sichern. 
 Das Stellen eines Überprüfungsantrags ist daher folgenden Leistungsbeziehern aus NRW zu empfehlen:
<ul><li>Personen, die in einer Wohnung leben, die das Jobcenter als unangemessen ansieht und deren Mietkosten nach 2010 auf die „angemessenen Kosten“ reduziert wurden, </li><li>Leistungsbeziehenden, denen wegen einer Überschreitung der Angemessenheitsgrenze von ca. 30 EUR Umzugskosten, Wohnungsbeschaffungskosten, Kautionen und Genossenschaftsanteile durch das Jobcenter versagt wurden.  </li></ul>
 Wenn noch vor dem Tag der Verkündung der BSG-Entscheidung, ein Überprüfungsantrag eingelegt wird, müssen Jobcenter vorenthaltene Leistungen für Unterkunftskosten rückwirkend bis max. zum Januar 2011 erstatten.  Wurden deswegen Umzugskosten, Wohnungsbeschaffungskosten oder die Zahlung von Kaution oder Genossenschaftsanteilen abgelehnt, müssen auch diese Beträge rückwirkend erbracht werden.<br /> Beziehende von Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung der Sozialhilfe (SGB XII) müssen vor der BSG-Entscheidung keine Überprüfungsanträge stellen, um nachträglich ihre Anspruche geltend zu machen. <br /> Medien, Beratungsstellen und Sozialeinrichtungen werden gebeten, Hartz IV-Bezieher in NRW auf diesen Sachverhalt hinzuweisen. Betroffene, deren Leistung für die Unterkunft aufgrund der vermutlich rechtswidrigen Weisung des Ministeriums (MAGS) gekürzt wurde, müssen unverzüglich gegen Bewilligungsbescheide Widerspruch einlegen und entsprechende Überprüfungsanträge. <br /> Ein Musterüberprüfungsantrag kann hier heruntergeladen werden: <link http://www.harald-thome.de/media/files/-berpr-fungsantrag-KdU-NRW-11-5-12.pdf>http://www.harald-thome.de/media/files/-berpr-fungsantrag-KdU-NRW-11-5-12.pdf</link> <br /> Beratungsstellen und auch Anwälte, die in solchen Fällen aktiv werden können, sind hier zu finden: <link http://www.my-sozialberatung.de>www.my-sozialberatung.de</link> 
 Hintergrundmaterial: 
<ul><li>Terminankündigung für den 16.5.2012 beim BSG, dort die Ziff. 5.:  <link http://juris.bundessozialgericht.de/cgi - moz-txt-link-freetext>http://juris.bundessozialgericht.de/cgi</link>- bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&amp;Art=tm&amp;Datum=2012&amp;nr=12470  </li><li>Tacheles Pressemitteilung vom 6.4.2010: Landesministerium muss bei Unterkunftskosten nachsteuern! <link http://www.harald-thome.de/media/files/Tacheles-KdU-PM-06.04.2010.pdf - moz-txt-link-freetext>http://www.harald-thome.de/media/files/Tacheles-KdU-PM-06.04.2010.pdf</link> </li><li>Schreiben Städtetag NRW fordert keine Anpassung der Angemessenheitsgrenzen für Wohnraum auf 50 m², da zu teuer vom 4.8.2011 <link http://www.harald-thome.de/media/files/St-dtetag-NRW-zu-KdU-4.8.11.pdf - moz-txt-link-freetext>http://www.harald-thome.de/media/files/St-dtetag-NRW-zu-KdU-4.8.11.pdf</link>  </li><li>NRW Minister Schneider zur Angemessenheit der Unterkunftskosten im SGB II/SGB XII vom 26.9.2011 <link http://www.harald-thome.de/media/files/MinisterzuWohnGr--eNRW-26.09.2011.pdf - moz-txt-link-freetext>http://www.harald-thome.de/media/files/MinisterzuWohnGr--eNRW-26.09.2011.pdf</link> </li><li>Stellungnahme Mieterverein Dortmund und Umgebung e.V. zu den Unterkunftskosten März 2010: <link http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2010/kdu_nrw.aspx - moz-txt-link-freetext>http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2010/kdu_nrw.aspx</link> </li><li>Eine Entscheidung des Sozialgerichts Duisburg, nach dem in NRW von 50 m² Woh-nungsgröße auszugehen ist (SG DU v. 29.7.2011 - S 5 AS 1866/10) <link http://www.justiz.nrw.de/nrwe/sgs/sg_duisburg/j2011/S_5_AS_1866_10urteil20110729.html - moz-txt-link-freetext>http://www.justiz.nrw.de/nrwe/sgs/sg_duisburg/j2011/S_5_AS_1866_10urteil20110729.html</link></li></ul>
]]></content:encoded>
			<category>Allgemeine Nachricht</category>
			<category>Sozialarbeit allgemein</category>
			<category>Sozialpolitik</category>
			<category>Meldung Dritter</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 15:56:00 +0200</pubDate>
			
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