Deutschland, Österreich und die Schweiz gemeinsam gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus
Erstmals länderübergreifende Kampagne / Filmspot soll Reisende aufmerksam machen
Rund zwei Millionen Kinder jährlich sind von sexueller Gewalt und Ausbeutung in Reiseländern betroffen. Deshalb startete am 27.09.2010 in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Aufklärungskampagne zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung im Tourismus. Getragen wird die gemeinsame Kampagne vom Bundesfamilienministerium, dem Bundeswirtschaftsministerium, dem Bundeskriminalamt, der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung (ECPAT) und dem Deutschen Reiseverband. Auf einer Pressekonferenz am 27.09.2010 in Berlin verdeutlichten Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, und Ernst Burgbacher, Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, die Unterstützung der Bundesregierung für diese Initiative. Staatssekretär Dr. Kues: "Mädchen und Jungen in Reiseländern haben genauso einen Anspruch auf Schutz wie unsere Kinder in Deutschland. Wir wollen erreichen, dass Reisende aufmerksam sind und Missbrauch verhindern, indem sie nicht wegschauen und Vorfälle der Polizei melden. Wer aktiv wird, kann dazu beitragen, dass sexuelle Gewalt an Kindern aufgedeckt und verhindert wird." Staatssekretär Burgbacher: "Reisende, die die Anonymität im Urlaubsland nutzen, um Kinder sexuell zu missbrauchen, begehen eine schwere Straftat. Dagegen müssen wir etwas tun. Ich begrüße das Engagement der Tourismusbranche bei diesem wichtigen Thema und hoffe, dass durch die Kampagne viele weitere Partner gewonnen werden." Die Kampagne beruht auf zwei Säulen:- eine länderübergreifende Aufklärungskampagne im deutschsprachigen Raum, die sich direkt an Reisende richtet, unter anderem durch einen Filmspot.
- Die Einrichtung einer polizeilichen Meldeadresse in allen drei Ländern, an die sich Reisende wenden können.
Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 27.09.2010
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