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10 Jahre Equal Pay Day und kein Ende der Lohndifferenz in Sicht?

Weniger Diskussion von Statistik und mehr tatsächliche Bewegung der Politik und Wirtschaft fordert der Verband berufstätiger Mütter (VBM) anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Equal Pay Day.

Jedes Jahr wird der Equal Pay Day neu berechnet, er markiert also den Tag, bis zu dem Frauen rechnerisch noch für das Vorjahr arbeiten, um auf das gleiche Jahresgehalt wie Männer zu kommen. Der VBM macht klar: Wie die Kennzahl auch berechnet wird, das Ergebnis ist immer das Gleiche, Frauen verdienen weniger als Männer. Dafür gäbe es vielschichtige Ursachen. Längst sei auch bekannt, wie diesen begegnet werden kann. Deshalb fordert der VBM mutige Initiativen wie das "Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern" zur Abschaffung der „echten Lohndifferenzen".

Neben Rahmenbedingungen, die es Frauen wie Männern ermöglichen, nach einer Teilzeitphase wieder in Vollzeittätigkeit zurückzukehren, flexibler Betreuungsinfrastruktur, Flexibilität in den Köpfen aller und eine Quotierung von Jobsharing in Führung, damit pflege- und sorgebedingte Aus- und Teilzeit nicht mit einem Karriereaus gleichgesetzt werden, fordert der Verband auch eine finanzielle Aufwertung der Pflege- und Sorgearbeit, die häufig von Frauen getan wird und meist schlecht bezahlt ist.

Die VBM-Vorsitzende Cornelia Spachtholz formuliert markig: "10 Jahre Equal Pay Day – und noch immer haben wir den Eiertanz um die Berechnung statt notwendiger Veränderungen für echte Gleichberechtigung. Schluss mit Statistik-Cha Cha Cha! Wir lassen uns nicht mehr auf der Nase rumtanzen! Es wird Zeit, dass die Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik und Wirtschaft endlich zukunftsweisend an einem Strang ziehen – für alle Beschäftigten: also auch für Frauen und insbesondere berufstätige Mütter! Wir brauchen endlich das Entgeltgleichheitsgesetz und das Rückkehrrecht von Teilzeit auf vorherige Arbeitszeit bzw. Vollzeit!"


Quelle: VBM-Pressemitteilung vom 17. März 2017

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