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Messe der Integrationsunternehmen: über 100 Aussteller rund um Arbeit, Qualität, Inklusion

01.03.2017 | Behindertenhilfe | Nachrichten

Zum vierten Mal bot der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Arbeitssuchenden mit und ohne Behinderung, Experten, potenziellen Gründern und interessierten Bürgern auf der LWL-Messe der Integrationsunternehmen in Münster heute ein breites Angebot. Auf der Messe stellten über 100 Aussteller - darunter viele Integrationsbetriebe - ihre Arbeit vor.

Die Firmen zeigten, was sie können, Fördermittelgeber und Beratungseinrichtungen berichteten von ihren Leistungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. "Unsere Messe ist Forum und Marktplatz", sagt LWL-Direktor Matthias Löb, der gemeinsam mit Elisabeth Veldhues, Beauftragte der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung in NRW, und Monika Zimmermann, Vertreterin der Aussteller und Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen, die Messe eröffnete. Der LWL-Direktor lie' Zahlen sprechen:  "Im Jahr 2008 gab es 57 Integrationsbetriebe und -abteilungen in Westfalen-Lippe, heute sind es knapp 160. Auch die Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze für Menschen mit Handicaps hat sich im selben Zeitraum mehr als verdreifacht und ist von 594 auf rund 2000 gewachsen."

Zudem bot die Schau bei freiem Eintritt rund 30 Vorträge, Diskussionen und Seminare. In vier Foren ging es um ganz unterschiedliche Themen, die sich um Arbeit und Inklusion drehten. Unternehmer berichteten über ihre Erfahrungen, Menschen mit Behinderung über ihren Weg auf den ersten Arbeitsmarkt. Experten erläuterten, wie das Konzept der Integrationsinternehmen in verschiedenen Branchen wie Gastronomie und Hotellerie, Einzelhandel, Industrie oder Dienstleistungen funktioniert und wie Unternehmen auch trotz Krisen weiterhin erfolgreich im Markt bestehen können. Ein Thema war auch die bevorzugte Vergabe an Integrationsunternehmen bei Aufträgen der öffentlichen Hand.

Kreativwettbewerb "Arbeit was geht?!"

Erstmals hatte der LWL zur Messe der Integrationsunternehmen unter dem Titel "Arbeit was geht?!" einen Kreativwettbewerb für Förderschulen ausgeschrieben. Dabei sollten die Schüler in ihre berufliche Zukunft schauen: Wo und wie würden sie gerne arbeiten? Wie wünschen sie sich ihre künftige Arbeitswelt und sollte sie funktionieren? Die Jury mit LWL-Jugenddezernentin Birgit Westers, Lisa Inckmann, Leiterin des Kunsthauses Kannen der Alexianer, Dr. Hermann Arnhold, Direktor des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster sowie Ulrich Adlhoch, Leiter des LWL-Integrationsamtes, begutachtete die Werke. Löb überreichte den mit 1.500 Euro dotierten ersten Preis an die Klassen 9 und 10 der Hasselbrink-Schule in Bochum, LWL-Förderschule, Förderschwerpunkt Sprache.

Unter dem Titel "Stuhlgang" haben die Schüler in einem Video ihre aufwändig kreierten Traumberufe vorgestellt. Der mit 1.000 Euro dotierte zweite Preis ging an die Hedwig-Dransfeld-Schule in Werl, LWL-Förderschule, Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Die Schülerinnen der Klasse 10a haben Schuhe so verfremdet, dass sie Wege ins Arbeitsleben mit unterschiedlichen Berufen darstellen. Zwei mit je 350 Euro dotierte dritte Preise gingen an die Schule am Marsbruch in Dortmund, LWL-Förderschule, Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung und die Focus-Schule Gelsenkirchen, LWL-Förderschule, Förderschwerpunkt Sehen. Die Gelsenkirchener Schüler haben ihre Vorstellung von für sie möglichen Berufen als Bilder oder kleine Skulpturen umgesetzt. Die Klasse 6a der Schule am Marsbruch hat mit einer Zeitmaschine einen abstrakten Blick in die berufliche Zukunft geworfen.

"Alle Werke haben sich dem Thema inklusiver Arbeitsmarkt und individuelle Berufswünsche gestellt, es offensiv und optimistisch in den Blick genommen und dabei auf unterschiedliche Art und Weise wirklich Kreatives geschaffen", so Löb. Das LWL-Integrationsamt wird mit den Fotos der Kunstwerke zum kommenden Jahr einen Kalender gestalten.


Quelle: LWL-Presseinformation vom 1. März 2017

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